Bosnien und Herzegowina Tag 1

Na das hättet ihr wohl nicht gedacht, so schnell schreibt man sich wieder.
Es ist aber auch auf jeder Reise immer wieder erstaunlich, wie gut man in anderen Ländern mit einem Internetzugang versorgt wird. In der noch so entlegensten Pampa hat man LTE. Selbst auf unserem letzten Platz in der verlassenen Bucht gab es frei zugängliches WLAN. Auch hier in Herzegowina haben wir kostenloses Wi-Fi auf unserem Campingplatz, aber wenn du zu Hause den Berliner Ring verlässt, steht auf deinem Handy plötzlich nur noch ein E, statt LTE.

Heute wurde lange geschlafen. Der letzte ist dann um 8:00 aufgewacht. Um 9 Uhr machen wir uns auf den Weg. Wir fahren landeinwärts und genießen eine tolle Landschaft aus Hügeln, Bergen, Seen und Tälern. Sorry, keine Fotos. Macht sich so schlecht während der Fahrt und es gab keine Möglichkeit zum Anhalten.
Auf dem letzten Stück Autobahn Richtung Bosnien und Herzegowina (BiH) wird es plötzlich total einsam. Kein Auto kommt uns entgegen, keins überholt uns.
Verlassene Autobahn
Verlassene Autobahn
So nun liegt sie vor uns die Grenze. Schon komische Dinge gehört und gelesen, aber wir sind optimistisch, hatten wir doch noch nie Schwierigkeiten bei einem Grenzübertritt. Und dem soll auch so bleiben. Kurzer Blick in die Pässe und wir werden durchgewunken.
Grenzübergang
Grenzübergang
Nun sind wir da.
Nun sind wir da.
Die Straße bleibt einsam. Die nächste Tankstelle ist unsere. Wir kommen mit leerem Tank an, da wir gelesen haben, dass es hier günstiger ist. Stimmt. Der Diesel kostet 1,05€.
Gestern hatte ich noch gelesen, dass seit 2001 4 Autobahnen geplant sind, bisher aber nur eine halbwegs umgesetzt wurde. Nach 10 Kilometern werden wir von der Autobahn runtergeleitet, weil sie dort einfach schon wieder zu Ende ist. Für dieses kurze Vergnügen haben wir immerhin 1,25€ bezahlt.
On the road in Bosnia
On the road in Bosnia
Unser erstes Ziel sind die Wasserfälle in Kravice. Ein riesiger Parkplatz erwartet uns, zu dieser Jahreszeit noch kostenlos.
Wir zahlen 6€ Eintritt und können dem Wasser folgen.
Ja, jetzt kommen sie wieder, die ganzen Wasserfotos!
K.o. vom Wandern (es ging oft bergauf und bergab) machen wir uns auf in Richtung Campingplatz. Dieser liegt in der Nähe der ebenfalls sehr sehenswerten Stadt Mostar, die wir für morgen auf dem Plan haben.
Zuvor steht noch ein Einkauf an und etwas Taschengeld wird auch benötigt.
Wir halten im nächstgrößeren Ort und erledigen alles problemlos.
Unterwegs kommen wir doch glatt an einem UNESCO-Weltkulturerbe vorbei und machen nochmal Halt.

Die alte Siedlung Pocitelj wurde erst vor kurzem wieder aufgebaut. Im ortientalischen Stil thront sie über der Straße in den Berghang hineingebaut. Die osmanischen Einflüsse sind nicht zu übersehen, in der Mitte steht eine Moschee.
Übrigens gehören rund 50% der Bosnier dem Islam an, aber auch alle anderen Religionen sind hier vertreten und leben friedlich miteinander.
Am Nachmittag kommen wir doch noch auf unserem kleinen, feinen Campingplatz an und werden herzlich empfangen.
Wir stehen zwischen jungen Kirschbäumen, die in voller Blüte stehen. Bereits im Mai können sie schon gepflückt werden.
Hier gibt es übrigens sogar schon frische Erdbeeren.

Am Abend fängt es dann doch noch an zu regnen und wir verkrümeln uns ins Womo.
Also unser 1. Tag hier hat uns schon mal total gut gefallen :-)

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Kommentare: 2
  • #1

    Birgitta (Dienstag, 17 April 2018 23:39)

    Total schöne Bilder und Berichte von Euch !
    Vielen Dank, dass Ihr uns an der Reise teilhaben läßt !

  • #2

    Manu-Mama-Oma (Mittwoch, 18 April 2018)

    Guten Morgen aus Berlin, man, dass sind wirklich schöne Bilder und der Bericht gibt einen guten Einblick in ein Land, welches für uns doch nur vom Namen her etwas sagt. Danke. Euch einen weiteren schönen Tag Eure Manu-Mama-Oma