In der Republik Srpska

Was? Wo seid ihr? In der Republik Srpska.
Sie gehört zu Bosnien&Herzegowina, ist aber ein Gliedstaat mit eigenem politischem System und ist überwiegend von bosnischen Serben bewohnt. Sie existiert seit dem Bosnienkrieg und strebt die Unbhängigkeit an.
Die Schrift auf Schildern ist jetzt fast ausschließlich nur noch kyrillisch.
Schwierig die Gegend zu beschreiben, aber wir merken doch einen Unterschied. Zumindest in diesem Teil ist vieles verlassen. Häuser sind unbewohnt und heruntergekommen. Es wirkt ungepflegt.
Wir durchfahren wieder eine wunderschöne Schlucht und lassen die Landschaft auf uns wirken. 
Ein Felsabbruch blockiert die eigentliche Straße.
Der kurvige und bergige Weg verlangt uns wieder viel ab. Wir kommen im Sutjeska-Nationalpark an. Wir schauen uns ein Denkmal an, dass an den 2. Weltkrieg erinnert.
Es gibt eigentlich noch einiges mehr zu entdecken, aber wir sind total geschafft von den letzten Tagen. Viele neue Eindrücke müssen verarbeitet werden und die Füße brauchen auch mal eine Pause. Die Kinder würden wohl auch keinen einzigen Schritt mehr machen. Also beschließen wir unseren Campingplatz anzusteuern und den Nachmittag ruhig angehen zu lassen.
Schon wieder ist die Straße blockiert.
Schon wieder ist die Straße blockiert.
Den haben wir von Alma und Senad empfohlen bekommen, unseren letzten Gastgebern. Die haben uns übrigens noch eine Flasche selbstgemachten Apfelsaft mitgegeben. Hmmm, lecker!
Der Platz ist total schön gelegen direkt am Fluss. Alles ist total gepflegt und modern. Eine große Wiese wartet nur auf uns.
Den Platz gibt es bereits seit 1987, aber nach dem Krieg hatte er sich zunächst nicht mehr gelohnt. Es kam einfach keiner mehr. Seit 15 Jahren ist er nun aber wieder in Familienbetrieb.
Auch hier werden wir wieder herzlich empfangen. Von Stefano, der auch etwas deutsch spricht. Er fährt nochmal in de Stadt und fragt uns netterweise, ob er uns was mitbringen soll. Benni bestellt sich ein bosnisches Bier :-) Wir kommen ins Gespräch.
Die Kinder sind prima beschäftigt und wir sind froh, einfach mal einen Nachmittag nichts zu tun.
Es folgt noch unser „Bosnien-Special“, denn dies wird die letzte Nacht in diesem Land sein.

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Kommentare: 1
  • #1

    Manu-Mama-Oma (Freitag, 20 April 2018 19:31)

    Und wieder ein toller Bericht-Danke. Die von Euch besuchte Republik habe ich nun wirklich auch noch nicht gehört....Armut hat leider seinen Preis. Der Bericht von gestern war sehr interessant. Ich finde es schön, dass ihr auch so nette Menschen trefft-und die Naturbilder sind schon schön....habt einen schönen Abend und Nacht-Knutschi an alle