Zur Tara-Brücke

Montag, 23. April 2018

Benni krabbelt morgens schon kurz nach 7 aus dem Womo und läuft sogar Gefahr, eines der noch schlafenden Kinder zu wecken. Aber etwas lässt ihm keine Ruhe. Gestern Abend haben wir festgestellt, dass unsere Bordbatterie, die uns also während wir stehen mit Strom versorgt, irgendwie nicht mehr von alleine auflädt.
Unser Autoradio ist übrigens auch seit ein paar Tagen kaputt. Also das ist ja mal richtig blöd. Wisst ihr, wieviel Zeit ich damit zugebracht habe, CD‘s zu sortieren, die mit auf die Reise kommen!?
Na mal sehen, ob wir das wieder in den Griff bekommen. Klaas beginnt den Tag etwas leichtfüßiger. Nämlich mit Schaukeln :-)

Wir bezahlen läppische 8€ für den Platz, na gut, dafür hatten wir auch kein Warmwasser, und fahren los. Zur Tara-Brücke die über die bekannte Schlucht führt.
Wir durchfahren die Hochebene und schlengeln uns den Berg runter und nach 20 Kilometern sind wir auch schon da.
Die Brücke sieht schon ganz nett aus, aber lange halten wir uns dann doch nicht auf.
Entlang der Brücke können Wahnsinnige von der einen zur anderen Seite der Schlucht per Zip-Line mit bis zu 100 km/h sausen.
Und das für nur 10€. Öhm.......och nö, Danke! Wir heute nicht!

So recht wissen nicht weiter. Bis zum Meer ist es noch ein ganz schönes Stück, aber wir haben auch für den Weg bis dahin keine Infos, ob noch irgendein Kracher kommt. Oder zumindest eine Übernachtungsmöglichkeit.
Also auf ins Unbekannte. Erstmal losfahren. Nun ja, ihr kennt es. Die Landschaft grandios, tolle Schluchten, tolle Berge. Alles wie gehabt. Wir fahren irgendwie nur bergab, wir scheinen also ganz schön weit oben gewesen zu sein. Das erklärt wohl die kalten Nächte. Na, der Motor dankt es uns, die Bremsen freuen sich eher nicht so.
Trotzdem hauen wir hier jetzt nochmal ein paar Landschaftsaufnahmen raus ;-) 

Neubau einer Brücke
Neubau einer Brücke
Irgendwann sind wir dann doch wieder unten angekommen und somit werden auch die Straßenverhältnisse wieder entspannter. Unser Womo kann doch heute glatt mal wieder seine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erreichen.
Da wir ja nun doch schneller als gedacht voran kommen, lockt uns das Meer. Aber eine Pause ist dringend mal nötig. Eher durch Zufall finden wir auf der Karte die „Niagara Falls“. Na da müssen wirhin. Zwischen der Hauptstadt Podgorica und dem dazugehörigen Flughafen liegen sie. Nicht ausgeschildert, Straße rumpelig und eng. Wir geben die Hoffnung auf, dass hier was Gescheitesbeirauskommt.
Und dann eine Sensation! Damit haben wir nicht gerechnet. Ein Gaumenschmaus für die Augen. Seht selbst!


Im daneben gelegenen Restaurant lassen wir es uns schmecken und genießen den Anblick des Wassers. Was für eine Oase!
Nun ist es nicht mehr weit. 50 entspannte Kilometer inklusive 4 Kilometer kostenpflichtigem Tunnel.
Und dann ist es soweit. Die Küste hat uns wieder.
Wir finden Platz auf einem vor Jahren geschlossenen Campingplatz direkt am Meer.
Tür auf, ab zum Wasser! Die Kinder gleich rein! Die Mutigen!
Alles schön, alles gut!

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