Himare und Porto Palermo

Bereits die letzten Tage hatten wir unten vom Strand einen Blick auf das alte Himare, welches regelrecht über der Bucht thront.
Bereits zum 4. Mal durchfahren wir nun dieses Dorf, aber diesmal mit einem Stopp. Das Auto bleibt am Straßenrand stehen, denn ab hier geht es nur zu Fuß weiter.
Einst von den Griechen bewohnt, später von Römern, Bulgaren, Normannen, Serben eingenommen, gibt es bis heute Autonomiebestrebungen. Die Himarioten sehen sich bis heute nicht zu Albanien gehörend, sondern vertreten extrem griechische Standpunkte.
Wir laufen durch das alte Dorf. Vieles ist bereits zerfallen, aber auch schon wieder aufgebaut dank UNESCO. Einige Häuser sind aber auch bewohnt.
Die Stadt galt im Mittelalter als religiöses Zentrum und war orthodoxer Bischofssitz.
Wir entdecken eine alte Kirche.
Von oben hat man einen tollen Blick auf die Livadh-Bucht, die ja die letzten Tage unser Zuhause war, und ins Hinterland.
Bei solchen Ausflügen bekomme ich übrigens regelmäßig Panikattacken und Adrenalisschübe, weil in Albanien wirklich nichts abgesichert ist. Das ist auf der einen Seite toll, weil man ungehindert seiner Entdeckerlust nachgehen kann. Aber an der nächsten Ecke geht es dann auch einfach mal ebenso 15 Meter oder mehr abwärts.
Auf dem Weg nach unten kommt uns dann doch noch jemand entgegen.
Wir düsen weiter in die Bucht von Porto Palermo. Der nördliche Teil ist Sperrgebiet und gehört dem Militär. In kommunistischer Zeit entstand der U-Boot-Hafen. 650 Meter lang und 12 Meter hoch. Vier 75Meter lange U-Boote beherbergte der Tunnel. Heute ist er leer, aber die Marine hat hier 2 Patrouillenboote stationiert, die nachlässig den Drogenschmuggel nach Italien kontrollieren.
Eine kleine Insel liegt in der Bucht nur durch einen schmalen Steg verbunden mit dem Festland. Auf ihr thront eine Festung. Da wollen wir eigentlich hin, aber irgendwie bleiben wir wegen Lustlosigkeit und schlechter Laune am Strand kleben. Das Wasser ist eigentlich recht warm und es gibt auch ein paar Fische unter Wasser zu bewundern. 
Der Hunger treibt uns irgendwann wieder zurück und wir holen uns ein Eis.
Nun wollen wir aber doch noch zur Burg.
Ausgerüstet mit Taschenlampen und Stirnlampe geht es los. Die Burg wurde einst vom osmanischen Pascha „Ali „Pascha“ erbaut, um die aufmüpfigen Himarioten unter Kontrolle zu behalten.
Der Ali herrschte unter anderem in Südalbanien, Mazedonien und Nordgriechenland und hat hier ganz schön Unruhe verbreitet. Noch heute ist vieles auf diese Zeit zurück zu führen.
In der Festung ist es nun wirklich ganz schön dunkel, aber total spannend. Alles darf erforscht werden.
Ali Pascha
Ali Pascha
Wir treffen mal wieder auf ein Brautpaar beim Hochzeitsshooting.
Zurück am Wohnmobil entschließen wir uns noch in der Taverne essen zu gehen. Die Gegend hier ist ja nun wie gesagt touristischer und somit steigt die Summe so allmählich auf der Rechnung. Alle 2 Tage essen gehen, können wir uns jetzt wohl mal langsam abgewöhnen :-/ Aber lecker ist es trotzdem!!!
So Leute, das war ganz schön viel Geschichte heute. Da müsst ihr durch. Wir sind ja hier nicht nur zum Spaß. Haben ja schließlich einen Bildungsauftrag für unsere Kinder.
Also dann einen guten Start in die Woche und achja! Alles Liebe für die Muttis!!! :-x

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Manu-Mama-Oma (Montag, 14 Mai 2018 08:43)

    Guten Morgen alle 4, und wieder ein schöner Bericht mit vielen schönen Bildern :). Danke. Euch auch einen guten Start in eine neue Woche-ich sitze am Schreibtisch :(.......

  • #2

    Opa (Montag, 14 Mai 2018 09:39)

    Na dann passt mir bloß gut auf das es euch nicht so wie mir geht. Geht schneller als man denkt Ich sitze beim Arzt und warte und warte.........