Albanien

Ach Albanien! Jetzt ist es soweit, wir müssen Abschied nehmen. Fast einen ganzen Monat waren wir hier unterwegs und haben uns an alle Besonderheiten und Eigenheiten des Landes gewöhnt. Wir haben uns richtig eingelebt und trennen uns etwas wehmütig.
Albanien ist auf jeden Fall ein ganz besonderes Land, für das man sich Zeit nehmen muss und sich drauf einlassen muss. Es ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber für Abenteuerer und Leute, die Lust haben, fernab der Bequemlichkeit zu entdecken, ein Muss.
Die Tourismusbranche wirbt für Albanien mit: „Go your own way!“ Und das haben wir gemacht. Und sind wahnsinnig froh darüber. Dieses Land wird uns noch nachhaltig beschäftigen und die Reise hat wie sooft Augen und Verstand geöffnet.
Wir hoffen, wir konnten euch gut ein Stück mitnehmen, euch die Natur und Menschen näher bringen und Vorurteile aus der Welt schaffen.
Albaniens Hauptstadt ist Tirana. Dort waren wir übrigens nicht, falls ihr jetzt den Artikel über die Stadt vermisst.

Die Währung ist LEK. 1€ entspricht 125 LEK.

Es ist gerade mal so groß wie Brandenburg, besteht aber zu 80% aus Bergen und hat knapp 3 Millionen Einwohner.

Es ist immer noch eines der ärmsten Länder Europas. Man fühlt sich oft um 100 Jahre zurückversetzt. Es ist aber auch ein Land der Gegensätze. Es gibt genauso Smartphones, Adidas-Turnschuhe und den neuesten Mercedes-SUV, wie Eselkarren, den Obstverkäufer am Straßenrand und die vielen schlechten Straßen.

Über 500 Jahre prägten die Osmanen das Land und ließen nur wenig Fortschritt zu.
In der Zeit unter dem Kommunisten Enver Hoxha isolierte sich das Land immer mehr von dem umliegenden Europa. Albanien wurde der erste atheistische Staat weltweit. Es war also sogar Religion verboten.
Die Kommunisten erbauten aber auch Schulen, Eisenbahnen und andere Infrastruktureinrichtungen. Sie entwässerten Sümpfe und kämpften gegen alte Traditionen.
In der Zeit nach Hoxha um 1990 brach die Versorgung zusammen, das Land war von ausländischer Hilfe abhängig, viele Albaner flüchteten in das westliche Europa.

Trotz dessen, dass Albanien so viel zu bieten hat an Stränden, Berglandschaften, mittelalterlichen Städten, Burgen, antiken Ruinen und nicht zuletzt die Gastfreundlichkeit, hat sich der Tourismus noch nicht fest durchgesetzt.
Das Land ist für Reisende absolut sicher, aber nicht für Investoren. Es herrscht noch immer viel Korruption.

Viele Straßen sind noch offroad, aber auch auf den geteerten ist es oft nicht besser, wie ihr aus unseren Berichten wisst. Die wichtigsten Straßen sind bereits gut ausgebaut, aber auf den Bergstraßen ist stets mit Tieren, enormen Schlaglöchern, Geröll, Steinschlag, Fahrbahnabsenkungen, Randabbrüchen und sonstigem zu rechnen.
An den Verkehr musst du dich anfangs eh erst gewöhnen. Scheinbar gibt es nur 2 Regeln. Nehmt Rücksicht aufeinander, was eigentlich auch gut klappt. Und es herrscht Rechtsverkehr, das meistens zumindest.
Ansonsten gilt, wer zuerst kommt, fährt zuerst. Egal, ob Auto, Radfahrer, Pferdekarren, auf dem Esel oder sonstiges.


Es gibt noch so viel zu erzählen über Albanien, seine Geschichte und Kultur. 
Aber für die, die vielleicht noch hier her reisen möchten, wollen wir ja noch nicht alle Geheimnisse lüften ;-)

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Kommentare: 1
  • #1

    Manu (Montag, 21 Mai 2018 20:14)

    Hallöchen, ja ich gebe euch recht. Durch eure Berichte schaut man anders auf Albanien. Dann lasst mal alles auf euch ruhen und freut euch auf das nächste Ziel. Danke für die Zeit, die ihr euch nehmt um uns eure Welt zu zeigen. Knutschi