Kulturschock

Abendstimmung am Ohridsee
Abendstimmung am Ohridsee
Wir verbringen noch ein paar Stunden auf der albanischen Seite vom Ohridsee. Tatsächlich überlegen wir noch kurz, doch nochmal von hier aus in den Norden Albaniens zu fahren. Es gibt noch so viel zu entdecken. Aber irgendwie haben wir doch innerlich schon abgeschlossen und wir müssen uns ja auch noch für die nächste Reise etwas aufheben.
Fischer auf dem Ohridsee
Fischer auf dem Ohridsee
Wir haben noch 2000 Lek übrig, also 16€. Die wollen wir nun noch auf den Kopf hauen. Aber das ist leichter gesagt, als getan. Ein Großeinkauf beim Bäcker erleichtert uns nur um 6€. Und wir meinen wirklich Großeinkauf. Brot, Kuchen, Kekse, Müsliriegel, Süßigkeiten. Im nächsten Laden kaufen wir Obst und Gemüse. Das reicht aber immer noch nicht, also noch diversen Kleinkram gekauft. Am Ende haben wir immer noch 5€ übrig was solls!!
Nun verabschieden wir uns aber endgültig und freuen uns auf Neues. 
Die Grenze zu Mazedonien ist nur ein paar Kilometer entfernt. Der Grenzübertritt dauert 2 Minuten und wir sind sofort ganz woanders.
Alles wirkt wieder europäisch. Die Straße ist besser, es gibt Bürgersteige, viele Einkaufsläden, der Rasen ist gemäht, die Bäume und Büsche gestutzt. Wir brauchen einen Moment, um uns an alles zu gewöhnen und sicherlich wird es uns auch die nächsten Tage noch so gehen. 

Wir fahren nur ein Stück, um uns ein Kloster anzuschauen. Alles ist total touristisch, aber zum Glück ist es nicht allzu voll. In dem kleinen Kloster sind wir sogar einen Augenblick ganz allein.
Auf der ganzen Anlage gibt es viele Pfauen. Unter anderem auch einen Albino-Pfau, der besonders hübsch anzusehen ist.
So erstmal tanken, wir kommen mit dem letzten Tropfen in Mazedonien an, weil der Liter Diesel hier nur 1€ kostet. Ihr wisst ja, was für Sparfüchse wir sind :-)
Dann machen wir Halt in der Stadt Ohrid, die auch dem See ihren Namen gab.
Beim Einparken werden wir fast schon wieder übers Ohr gehauen. Ein nach Alkohol riechender, ungepflegter Mann möchte uns 5€ abknöpfen, aber diesmal nicht mit uns. Wir fahren ein paar Meter weiter und stehen umsonst.
Wir durchstreifen die wunderschöne Altstadt und endlich werden auch mal ein paar hübsche Souvenirs gekauft.
Ein Eis muss dann auch noch sein und dann reicht es aber erstmal für heute.
Immer weiter am See geht es entlang auf einen kleinen Campingplatz mit allem, was wir brauchen. Internet, warme Duschen und ein Trampolin. Zur Begrüßung bekommen wir Raki und Kaffee. Ich trink ja nun beides nicht, also freut sich Benni über die doppelte Portion ;-)
Am Abend bekommen die Kinder vom Eigentümer noch ein Eis geschenkt. Was für eine Ausbeute!

So, liebe Leser! Das war also der erste Eindruck aus einem neuen Land. Morgen geht es weiter!
Eure Karla Kolumna, live aus Mazedonien!

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