Über den Koman-Stausee nach Shkodra

Ach haben wir gut geschlafen im Valbona-Tal. Jetzt müsst ihr euch noch mal ein paar Fotos bei Schönwetter angucken.
Ausblick nach dem Aufwachen
Ausblick nach dem Aufwachen
Wir gehen nochmal ein bisschen spazieren und vertrödeln ein bisschen Zeit am Fluss, denn heute haben wir wieder viel vor.
Wir wollen über den Koman-Stausee und zwar mit der Fähre.
Vom Tal zum Fähranleger sind wir nochmal eine gute Stunde unterwegs, aber immerhin auf prima Straßen. 
Man kann den See nur per Fähre überqueren, es gibt keine Straße am Hang entlang. Es gibt zwar eine Umfahrung, aber die ist bei Weitem nicht so schön anzusehen. Haben wir nun zumindest schon gefühlte 100 mal gehört. Man muss das einfach machen, wenn man hier in Albanien ist. Und nun tun wir es endlich!
Busfähre :-)
Busfähre :-)
Der Koman ist ein Stausee am Drin, dem größten Fluss Albaniens. Bereits seit den 80igern wird das Wasser gestaut, um die Energieversorgung des Nordens zur gewährleisten. Er ist 34km lang, an der engsten Stelle 50 Meter breit und bis zu 96 Meter tief.
Wir werden schon auf der Straße abgefangen und bezahlen unser Ticket nach Quadratmeter unseres Womos. Insgesamt berappen wir 70€ für die 2 1/2 stündige Fahrt. Echt nicht gerade ein Schnäppchen, aber nachdem eine Fähre bereits im See versenkt wurde und ein paar junge Männer sich daraufhin zusammentaten und die neue Fähre auf dem See bauten, tut uns das Geld nicht mehr ganz so weh. Die Jungs sind auch echt super nett und scherzen mit unseren Kindern und die Landschaft ist natürlich, wie versprochen, der Hammer. Die Fahrt ist echt ein tolles Erlebnis und wir haben die besten Ausblicke unter anderem direkt aus unserem Womo. Wie bequem!
Die Dörfer können nur per Boot erreicht werden
Die Dörfer können nur per Boot erreicht werden
Leider auch traurige Wahrheit
Leider auch traurige Wahrheit
Dann kommen wir am Staudamm an und fahren direkt von der Fähre in einen einspurigen, dunklen Tunnel. Natürlich kommt uns einer entgegen. Direkt hinter dem Tunnel beginnt eine nigel-nagelneue Asphaltstraße und wir fliegen nur so dahin. Doch nach nur wenigen Kilometern folgt die Ernüchterung. Wir finden uns auf einer klassisch albanischen Straße wider und tuckern mit 30 km/h die nächsten 30 Kilometer dahin. Werden dafür aber wieder mit feinster Landschaft belohnt.
Fischzucht
Fischzucht
Nun fühlen wir uns wieder richtig in Albanien angekommen und ein wenig Heimatgefühle kommen auf, als wir auf dem Campingplatz in Shkodra einrollen, wo für uns das Abenteuer begann. So ist das eben,wenn man fast täglich weiterzieht.
Wir brauchen dringend eine Pause, die letzte Zeit war ereignisreich und wunderschön, aber wir sind alle reisemüde und auch etwas gestresst. 
Hier nochmal eine kleine Erinnerung, falls ihr vergessen habt, an welch idyllischen Platz wir sind.
Das ist jetzt genau das Richtige. Es ist wesentlich mehr Betrieb als noch vor 4 Wochen, aber es ist trotzdem total ruhig auf dem Platz und es geht entspannt zu. Wir treffen sogar alte Bekannte wieder und lernen viele neue Leute kennen und deren Reisegeschichten. Ein richtiger Weltenbummlerplatz. Wir fühlen uns so wohl hier. Also dann bis bald!!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0