Republik Kosovo

Es fehlt ja noch unser „Best of Kosovo“. Zwar waren wir nur ein paar Tage da, aber es gibt ja doch ein bisschen was zu sagen über dieses Land. Ist es uns doch so unbekannt und unnahbar durch den Krieg, der noch nicht allzu weit zurück liegt.

Die Republik Kosovo, auch der oder das Kosovo ist der jüngste Staat Europas. Erst 2008 für unabhängig erklärt, aber bislang nur von 112 der 193 UN-Mitgliedstaaten anerkannt. Früher gehörte er zu Jugoslawien, ab 2003 galt er dann als Teilrepublik von Serbien.

Die Kosovaren sind ethnisch albanisch geprägt, fast 90%, nur im Norden leben Serben. Daher kommt es dort wohl hin und wieder zu Unruhen.
Serbien erkennt Kosovo nicht als eigenständige Republik an, betrachtet es als seine autonome Provinz, räumt jedoch ein, dass eine „ serbische Souveränität über Kosovo praktisch nicht vorhanden ist“ und die „wahren Grenzen“ Serbiens in der Zukunft noch zu bestimmen seien.
Amtssprache ist albanisch und serbisch.
Wie in einem Artikel beschrieben, sieht man schon noch die Truppen der KFOR, wir haben uns aber nicht einmal unwohl oder unsicher gefühlt im Land. Ganz im Gegenteil. Wir wurden herzlich begrüßt und überall aufgenommen. Deutschland scheint einen sehr guten Stand zu haben im Kosovo. Sicherlich durch die Aufnahme der Flüchtlinge im Krieg und auch heute haben noch viele Verbindungen nach Deutschland. In den größeren Städten werden zu Hauf Deutschkurse angeboten und viele können es auch sprechen. 
Hauptstadt  und größte Stadt ist Pristina mit 145 000 Einwohnern.
Der Kosovo ist knapp 11.000 km2 groß und hat fast 2 Millionen Einwohner, so dass er recht dicht besiedelt ist.
Über die Hälfte der Bevölkerung ist unter 25 Jahre, hab ich gerade gelesen. Das ist uns auch sofort aufgefallen. Man hat das Gefühl, es sind nur junge Männer im Land unterwegs.
Der Islam hat die meisten Anhänger im Land, daneben findet man serbisch-orthodox und römisch-katholisch. Allerdings gehen die Kosovaren locker mit den Thema Religion um und es spielt keine allzu große Rolle im Alltag.
Nun gut, ich denke, das reicht für einen kurzen Einblick.
Wir waren jedenfalls total überrascht und haben das Land gleich in unser Herz geschlossen. Wer sich mit dem Gedanken trägt, hierher zu reisen, dem können wir nur gut zu sprechen und es unbedingt empfehlen.

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