Mazedonien

Jetzt wird’s ja mal Zeit für unser Mazedonien-Special.

Nun haben wir dort ja nicht allzu viele Tage verbracht, aber immerhin ja dann bestimmt doch über eine Woche. Das Gefühl für Zeit ändert sich zunehmens.
Wir haben uns jedenfalls auch in Mazedonien wohl gefühlt, zumindest größtenteils. In Skopje war uns manchmal etwas unbehaglich. Tourismus hat eben auch seine negativen Seiten.
Zum Reisen können wir es guten Gewissens weiterempfehlen. Es gibt eine relativ gute Infrastruktur, du bekommst alles was zu brauchst, tolle Landschaften und touristische Highlights und sehr gastfreundliche Menschen.
Trotzdem ist bei uns im Vergleich zu anderen Ländern der Funke nicht so ganz übergesprungen. So richtig an irgendwas festmachen können wir es nicht. Manchmal ist das halt einfach so. Aber sicherlich eine persönliche Sache. Andere werden bestimmt begeistert sein.
Mazedonien wird oftmals auch FYROM genannt: Former Yugoslav Republic of Macedonia —> ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien.
Es gibt nämlich hier in Griechenland eine Region, die Makedonien heißt und die Griechen fordern, dass Mazedonien sich umbenennen soll. Griechenland spricht ihnen das Recht ab, als Nachfolger der alten Makedonier aufzutreten. Dies ist auch ein großer Streitpunkt bei der Eu-Beitrittsfrage.
Es ist gerade mal knapp 26.000 km2 groß und hat 2,1 Millionen Einwohner.
Es hat eine der schwächsten Volkswirtschaften Europas und befindet sich im Transformationsprozess.
Es gibt immer noch hohe Arbeitslosenzahlen.
1991 rief das Land seine Unabhängigkeit aus von Jugoslawien.
Im Land leben ca. 65% Mazedonier, 25% Albaner. Zwischen den beiden Ethnien kommt es immer wieder zu Spannungen, 2001 entkam Mazedonien nur knapp einem Bürgerkrieg. Seitdem ist die Lage aber stabil.
Auch Türken leben hier und verhältnismäßig viele Roma. In einem Randbezirk der Stadt Skopje bilden sie sogar die Mehrheit. 
Amtssprache ist mazedonisch, 2018 wurde ein Gesetz verabschiedet, das albanisch landesweit als zweite Amtsprache zulässt.
Das orthodoxe Christentum und der Islam prägen seit Jahrhunderten zusammen das heutige Gebiet Mazedoniens.
Die meiste Zeit lebten sie friedlich miteinander. Doch im 19. Jahrhundert verschlechterte sich die Beziehung zueinander und ist bis heute mit Vorurteilen behaftet.
1963 erschütterte ein Erdbeben Skopje.

In Skopje wurde Mutter Theresa geboren.

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