Update

Den Montagvormittag sind wir dann ganz allein an dem kilometerlangen Sandstrand. 
Auf unserer Erkundungstour finden wir eine Schildkröte, tja was soll ich sagen?! Wir können nicht alle retten.....
Bei unserer Abfahrt durch das Dorf machen wir Halt an einem Brunnen und füllen nochmal 2 Gießkannen Wasser nach. Ein älterer Herr kommt wortwörtlich angerannt und wir ahnen schon wieder Böses, aber er spricht uns auf deutsch an und erzählt, dass er viele Jahre in Deutschland gearbeitet hat. Dann holt er seinen Rentenbescheid, den er kürzlich erhalten hat, aus der Hosentasche und er bittet uns, dass Beamtendeutsch für ihn zu übersetzen. Nun sitzen wir im Womo, grübeln über den Papieren und rechnen mit ihm seine Rente durch :-))
Dann geht’s weiter, dringend zur nächsten Tankstelle. Ein Schnäppchen ist das hier nicht gerade. Für den Liter Diesel zahlen wir knapp 1,40€. Also heute lieber wieder auf den Campingplatz verzichten. Macht nichts. Wir finden ein lauschiges Plätzchen am Meer. Die Wellen sind allerdings ganz schön gewaltig. Heute also eingeschränkter Badebetrieb.
Am Abend gesellt sich noch ein Mann zu uns, der in der Beachbar nebenan arbeitet. Nach Feierabend spielt er mit den Jungs ne Runde Frisbee und lädt Benni noch auf ein Bier ein. Klaas und ich sind total knülle und fallen ins Bett. Aber die anderen beiden gehen heute Abend mal aus :-) Benni bekommt Bier und Lenny Kirschen.
Der Mann (wir wissen leider seinen Namen nicht. Kennt ihr das, wenn ihr am Anfang nicht danach fragt und es irgendwann einfach zu spät ist?) erzählt, dass er auch eine Weile in Deutschland gearbeitet hat und überlegt, wieder zurück zu gehen. Den einfachen griechischen Leuten geht es hier nicht besonders gut. Alles ist so teuer. Das Preisniveau ist ungefähr so wie bei uns, aber die Gehälter sind hier deutlich niedriger. Er baut eigentlich Äpfel und Kirschen an, mittlerweile nur noch Kirschen, aber kann davon nicht leben.
Geschlafen haben wir gut, heute brechen wir zeitig auf, denn nun soll es doch mal wieder auf einen Campingplatz gehen. Da wollen wir nicht so spät ankommen, soll sich ja auch lohnen ;-)
Wir durchfahren eine einsame Bergstraße. Und die ist wirklich einsam. Die Straße ist schon fast zugewachsen, es kommt uns nur ein einziges Auto entgegen und es gibt nichts, außer Bienenkästen und Ziegenhütten.
Immer wieder geht es steil bergauf und nach ungefähr 467 Kurven, wissen wir überhaupt nicht mehr wo wir sind. 
Doch dann tauchen wir endlich wieder aus den Tiefen der Wälder auf und sehen eine weite Ebene. Vom Meer fehlt jedoch immer noch jede Spur.
Wir durchfahren Volos, eigentlich nur aus Versehen, wir haben die Umgehungsstraße verpasst. Also wieder ab ins Getümmel, aber einkaufen müssen wir sowieso.
Zu unserer Schande müssen wir gestehen, dass wir nun schon zum 2. Mal hier bei Lidl einkaufen gehen. Die deutsche Supermarktkette sprießt hier in jeder Stadt aus dem Boden. Eigentlich ist das nicht unterstützenswert, denn Lidl macht hier einiges kaputt. Die kleinen Märkte und Stände haben gegen die Discountpreise keine Chance und so gehen eben die kleinen Bauern und Geschäftsleute hier pleite. Bei uns gehört es schon zum Alltag, aber hier beginnt gerade erst der Preiskampf. Die Frage ist, welche Qualität dann noch gewährleistet ist.
Die Märkte sind voll, die Griechen gehen hier gern einkaufen und wir schließen uns an, auch wir können auf solch einem hohen Preisniveau nicht reisen. Zumal man auch kaum Marktstände findet. Und dann hapert es leider meist am Parkplatz für uns.
Aber zumindest gibt es auch viele griechische Produkte im Lidl zu kaufen.
So, nun kommen wir aber doch noch an unserem Platz an und sind ganz zufrieden. Zum Glück auch gar nicht so teuer und so planen wir hier gleich mal 2 Nächte ein :-)
Suchbild: Wo ist der Gecko?
Suchbild: Wo ist der Gecko?
Wir vertrödeln die Tage mit Faulenzen und baden gehen. Einen Tag parken sogar Berliner neben uns ein. Und wie verhält man sich dann so als waschechte Berlin? Jenau! Nich ma n Tach sagen und grimmig kieken, weil die Gören so‘n Rabatz machen!
Na da kommt doch so richtig Heimweh auf :-))
Heute eisen wir uns dann wieder los vom Plätzchen, bleiben aber noch auf der kleinen Halbinsel Pelion. Richtige Entscheidung! Es ist total wild und einsam hier, keine Hotels, keine Touristen und wunderschöne Strände.
Wir finden einen tollen Platz zum Schwimmen und Schnorcheln und bleiben den ganzen Nachmittag.
Der Parkplatz ist leider nicht so optimal zum Schlafen und so brechen wir gegen Abend doch nochmal auf zu einem anderen. Im Womo sind übrigens kuschelige 40 Grad, da läuft dir der Schweiß allein vom Atmen. Wir fahren 15 Kilometer, eine halbe Stunde durch kurvige Straßen, um dann festzustellen, dass wir gerade mal 200 Meter!!! vom wunderschönen letzten Strand entfernt sind :-))
Na da hätten wir auch rüber laufen und im Zelt hier schlafen können. Der Platz ist aber schön ruhig und gerade und es gibt einen kleinen Flusslauf an dem die Kinder dann den Rest des Abends mit Frösche fangen beschäftigt sind.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0