Meteora

So ein Wind in der Früh, da brechen wir zeitig auf, ohne Planschen. Wir schlengeln uns die vielen Kurven von Pelion wieder zurück zum Festland. Heute ist Fahrtag! Wir haben uns nun eine neue Route für Griechenland überlegt. Das Land ist doch einfach ganz schön groß und soviel Zeit und Benzingeld war nicht eingeplant. Also verabschieden wir uns erstmal vom Meer und fahren die kleinere Runde durchs Landesinnere.
Heute steht ein absolutes Highlight auf dem Programm, aber erstmal müssen 200 Kilometer geschrubbt werden. Und dann passiert es!!! Wir tappen in die Mautfalle. Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass die Gebühren hier für Womo’s sehr hoch sind und bisher sind wir prima zurechtgekommen auf den Umgehungsstraßen. Das Problem ist nämlich, dass diese Mautstellen total willkürlich auf der Autobahn stehen. Das heißt, du kannst manchmal 50 Kilometer oder mehr fahren ohne zu blechen und dann kommt plötzlich die Mautstelle. Wir haben die Geldfresser auf unserem Navi zu stehen, aber dann ist plötzlich die letzte Ausfahrt gesperrt und wir müssen zahlen. Knurrend drücken wir 10€ ab und fahren weiter.
Und dann sind die bizarren Felsen schon aus der Ferne zu sehen.
Die Meteora-Klöster sind auf hohen Sandsteinfelsen gebaut und heißen übersetzt „in die Höhe gehoben“, da sie bei dunstiger Luft manchmal zu schweben scheinen.
Die gesamte Anlage besteht aus 24 Klöstern und Eremitagen, von denen heute nur noch 6 bewohnt sind. Die restlichen 18 sind entweder schwer zu erreichen oder wurden wegen Einsturzgefahr verlassen.
Viele waren bis Anfang des 20. Jahrhunderts nur über Strickleitern oder Seilwinden begehbar. Entstanden sind sie bereits im 11. Jahrhundert.
Die Klöster selbst können besucht werden und wir schauen uns zwei an. Diesmal bin ich gut vorbereitet und habe einen langen Rock an, wie es verlangt wird, mit den Schwindelgefühlen oben hab ich allerdings nicht gerechnet und ich kann echt nicht weiterlaufen. 
Beim 2. Kloster klappt es dann aber doch. Das ist auch etwas größer und ein reines Nonnenkloster. Das einzige hier.
Und dann wird es grau und ein mächtiges Gewitter zieht auf. Wir sitzen die Zeit im Kloster ab, bis.....
...... uns einfällt, dass das Dachfenster noch offen ist. Im Laufschritt geht’s los! Nass kommen wir mal wieder am Womo an und drinnen schwimmt es. Naja, der Schaden ist zum Glück schnell behoben und nun heißt es wieder Sachen Aufhängen zum Trocknen, aber so, dass man trotzdem noch laufen kann im Womo.
Wir finden einen kostenlosen Stellplatz in den Bergen und als es dann gegen 20 Uhr doch noch aufhört zu regnen, fahren wir nochmal los entlang der einzigartigen Kulisse und genießen den Ausblick. Diesmal ohne die Touribusse.
Am nächsten Morgen ist gleich in aller Früh mächtig was los und wir sind froh, gestern Abend noch etwas die Ruhe genossen zu haben.
Weiter geht’s für uns, heute stehen wieder einige Kilometer auf dem Plan. Aber zunächst gibt es nicht weit entfernt noch eine Höhle, an der das älteste Bauwerk steht, was je von Menschenhand geschaffen wurde. Eine 23 000 Jahre alte Mauer. Na wenn wir schon mal hier sind.
Als wir da sind, hält uns allerdings kurz vorm Eingang ein Schild vom Weiterfahren ab. Wegen technischer Arbeiten geschlossen. Manno! Das hatten wir doch letztens schon mal! Ärgerlich!
Dann heißt es wieder fahren, fahren, fahren!
Auch diesmal müssen wir wieder die Maut bezahlen, weil die Umgehungsstraße gesperrt ist. Grrrrrrr!!!!
Wir sind nun in der Nähe von Ioannina, da werden wir aber erst morgen einen kleinen Stadtbummel machen. Es regnet nämlich schon den ganzen Nachmittag. Nervig! Wir wollen uns trotzdem eine alte Steinbrücke angucken. Hier hat der Fluss ein gewaltiges Steintor in die Kalkfelsen gefressen, welches dann als Brücke genutzt wurde. Zum Dank für dieses Geschenk des Himmels wurde darauf eine Kapelle errichtet.
So passt auf! Hier ein Foto aus unserem Reiseführer:
Und was finden wir vor?
Einen großen Haufen Geröll. Nun gut, alles hat Wohl mal ein Ende. Und wir sollen wohl heute einfach keine Naturwunder sehen. Immerhin sind wir im Trockenen gelaufen und am Womo fängt es wieder an zu schütten.
Wir suchen noch einen Übernachtungsplatz, ganz in der Nähe gibt es einen kostenlosen Stellplatz am Fluss.
Auch diese Zeiten sind wohl vorbei. Der Platz ist total verlassen und verwildert. Na was soll’s, es ist schon spät, es ist ruhig hier, für eine Nacht ok. Morgen geht‘s wieder weiter!

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Kommentare: 1
  • #1

    Manu-Mama-Oma (Montag, 18 Juni 2018 18:26)

    Hallo ihr Lieben, die Bilder sind wirklich phantastisch und der Bericht natürlich auch. Gerade zurück aus Schweden, aber da können wir nicht mithalten. LG