Tierbeobachtungen am See und nach Prilep

Na zum Glück hat es dann aufgehört zu regnen und wir sind trocken geblieben. Eine Kuh hat uns ein Häufchen vors Womo gemacht, ansonsten war Ruhe.
Als wir losfahren, kommt uns doch nochmal die Dachfensterverkleidung runter, die hatten wir ja ganz vergessen, richtig anzuschrauben. Nun ist wieder alles tippitoppi und wir können auf Safari gehen.
Ein langer Steg (10 Minuten laufen wir) führt durch ein Naturschutzgebiet zu einer kleinen Insel.
Und auf dem Weg und der Insel gibt es wirklich allerhand zu entdecken. Wir treffen auf unzählige Schlangen, die im Schilf leben, wir sehen die Nistplätze der Pelikane, außerdem herrscht wieder viel Pelikanverkehr am Himmel. Wir entdecken sogar Wasserbüffel, ein Schwein und Welpen. Und riesige Karpfen, die gerade ihre Heimat verlassen und nun bald auf den Tellern landen werden. Also hier ist wirklich was los und wir sind echt beeindruckt.
Pelikan-Nistplätze
Pelikan-Nistplätze
Blick auf Albanien
Blick auf Albanien
Und nun heißt es für uns Abschied nehmen von Griechenland. Aber nur für ein paar Tage. Als wir Mazedonien erreichen, fühlen wir uns irgendwie erleichtert und direkt heimisch. Griechenland war für uns kein optimales Weltreiseland. Dazu schreib ich irgendwann mal mehr. 
Zum 3. Mal passieren wir nun die Grenze nach Mazedonien und fühlen uns einfach wohl. Wir fahren wieder nach Bitola, wo es uns so besonders gut gefallen hat und gehen erstmal auf dem Markt einkaufen. Mit vollen Händen und Bäuchen kommen wir am Womo an und nur ein paar Taler weniger im Geldbeutel. Wie im Schlaraffenland fühlen wir uns. Der Dieseltank und der Kaninster sind auch besonders durstig und wir schlagen zu. 1€ für den Liter, in Griechenland haben wir zuletzt 1,44€ bezahlt.
Dann geht es 40 Kilometer weiter nach Prilep. Ein kleines Städtchen mit einer osmanisch geprägten Altstadt. Wir schlendern, essen Eis (eine Kugel 16 Cent!!!!!) und futtern uns auch sonst gut durch. Ach wie haben wir das vermisst! Die einzige Moschee in Prilep wurde leider 2001 bei ethnischen Ausseindersetzungen in Brand gesetzt und so stehen nur noch die Überreste da.
Dann machen wir noch ein Päuschen im Stadtpark, der wirklich sehr gepflegt ist. Die Kinder toben sich auf dem Spielplatz aus und als wir so durch den Park laufen, stehen da auf einmal Ponys. ?????
Wir fahren etwas außerhalb der Stadt und wollen uns ein Kloster anschauen. Auf dem Weg nach oben auf den Berg begleitet uns ein Bauer mit seiner Ziege. Wir können uns eigentlich überhaupt nicht verständigen, aber er ist total nett. Oben angekommen, gibt er uns dann zu verstehen, dass das Kloster für heute schon geschlossen ist. 
Nun gut, also alles wieder runter, aber immerhin haben wir einen schönen Ausblick von hier oben.
Und jetzt geht die Schlafplatzsuche los. Prilep ist seit 400 Jahren bekannt für seinen Tabakanbau. So gibt es hier auch ein Tabakmuseum, an dem man laut einer unserer Apps auch übernachten kann. Aber am Parkplatz angekommen, stehen wir vor verschlossenen Toren und müssen mal wieder improvisieren.
An der Straße weiter entlang kommt irgendwann ein Abzweig Richtung Berge. Laut Karte soll auch hier am Ende der Straße ein Kloster stehen. Und dann quälen wir uns die 5 Kilometer im 1. Gang nach oben. Na zum Glück ist der Tank voll.
Und tatsächlich! Die Mühe wird belohnt. Unterhalb des Klosters ein einsamer Parkplatz mit einem super Panorama. Perfekt!
Und dann passiert es wieder! Die Kinder sind gerade eingeschlafen, als hätten sie ein Gespür dafür, fängt das laute Krachen wieder an. Und wir oben in den Bergen. Ich kann euch sagen, Benni und ich haben die Hose und die Schnau... so voll! So heftig haben wir es wirklich noch nie erlebt und uns geht ganz schön die Muffe. Nach 30 Minuten haben wir alles unbeschadet überstanden und machen drei Kreuze!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0