Unser letzter Tag in Mazedonien

Ach, der nächste Morgen ist schön. Die Sonne scheint und wir haben das Unwetter heil überstanden.
Wir beschließen zum Kloster hochzulaufen, damit sich die steile Anfahrt auch so richtig gelohnt hat. Pater Kalis, der allein dort lebt, begrüßt uns freundlich, allerdings wird der gesamte Komplex gerade saniert und somit stehen wir in einer riesigen Baustelle.
Naja gut, wir erforschen noch etwas die Umgebung und haben immer wieder fantastische, weite Ausblicke.

Die Bewegung an der frischen Luft tut echt gut, denn heute stehen wieder einige Kilometer auf dem Programm. Nun muss es mal langsam vorwärts gehen, bis in die Türkei ist es noch ein Stückchen.
Wir fahren nochmals zum Kloster, wo wir gestern vor verschlossenen Toren standen und auch hier latschen wir wieder den Berg halb umsonst rauf. Denn eigentlich gibt es hier eine kleine halb eingefallene Kirche in einer Höhle, die nur durch eine Felsspalte begehbar ist. Aber die ist leider verschlossen. Toll! Also mit Höhlen haben wir es irgendwie nicht so auf der Reise. Das ist bereits die Vierte, in die wir nicht reinkommen.
Den Nachmittag verbringen wir dann größtenteils im Womo, machen mal hier und mal da Halt. Überall stehen die Leute auf der Straße mit ihren Pferdekarren und verkaufen Unmengen an Wassermelonen. Und die schmecken super lecker!
Einen Teil der Strecke kennen wir sogar schon. Hier waren wir vor knapp 3 Jahren unterwegs auf dem Rückweg von der Türkei nach Hause. Wir schwelgen in Erinnerungen.
Dann gehen wir einkaufen, Eis essen usw. Und dabei es ist sooooo brütend heiß! Bis plötzlich ein Sturm aufzieht und vor uns alles dunkel wird.
Doch diesmal haben wir Glück, wir umfahren größtenteils das Unwetter und bekommen nur ein paar Tropfen ab. Auf unseren Nachtquartier für heute angekommen, regnet es aber weiter und wir können nicht zu dem Wasserfall laufen, zu dem wir eigentlich noch wollten. Macht nichts! Wir schlafen ja hier und morgen sind wir gleich die ersten :-) 
Wir sind ja nun wieder in unserem gewohnten Rhythmus, in Mazedonien ist die gleiche Uhrzeit, wie in Deutschland. Wir hatten uns in Griechenland nicht die Mühe gemacht, uns anzupassen.
Aber wir laufen noch zum nahegelegenen Restaurant, hier können wir uns ja wieder für nen schmalen Taler den Bauch vollschlagen. Aber bei dem Wetter ist es leider geschlossen. Also müssen wir doch selber den Kochlöffel schwingen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0