Die letzen Tage in Griechenland und Hosgeldiniz Türkiye

Na es ist wohl mal wieder an der Zeit für einen neuen Blogeintrag. Schließlich haben wir schon wieder das Land gewechselt. Endlich!!!
Die letzten Tage haben wir in Griechenland unsere Zeit abgesessen und die Wahlen in der Türkei verfolgt. Nun gut, Herr Erdogan wird also weiterhin die Türkei regieren. Mehr wollen wir uns dazu aus Sicherheitsgründen nicht äußern :-)

Wir haben 2 Nächte an einem abgelegenen Strand verbracht. Leider war Wochenende und somit viel los. Also tagsüber eigentlich nicht, da waren vielleicht 4 Familien mit uns am Strand, aber in der ersten Nacht da ging die Party so richtig ab. Bedeutet, wir werden um 4 Uhr nachts von lauter Elektromusik geweckt. So laut, dass der Bass in unseren Betten zu spüren ist.
Die Jugendlichen stehen nur 10 Meter von unserem Womo entfernt und feiern. Wie die Kinder einfach weiterschlafen können, ist unbegreiflich. Wir versuchen die Sache auszusitzen, aber nach 45 Minuten halten wir es nicht mehr aus, treten die Flucht an und fahren ein paar Kilometer weiter. Nun sind wir alle 4 hellwach, aber bei Sonnenaufgang schlafen wir zum Glück nochmal ein. Bis 10 Uhr!!!
Aber der Platz war wirklich schön und so fahren wir am Vormittag wieder zurück und verbringen noch einen Tag und eine Nacht dort.
Nun wollen wir einen Campingplatz aufsuchen. Wir brauchen dringend nochmal Internet zum Hoch- und Runterladen. Auf dem Weg dahin versuchen wir mal wieder unser Glück bei einer Höhle. Die ist sogar kostenlos. 
Aber wir kapieren einfach nicht die Wegbeschreibung, rennen durchs Gebüsch und werden leider nicht fündig. Wie schwer kann es eigentlich sein, sich in Griechenland eine Höhle anzugucken?

Den Campingplatz in Alexandropouli kennen wir bereits von unserer letzten Türkeireise. Der Platz ist jetzt nicht der Knaller, aber nach 9 Tagen frei stehen, sind wir trotzdem froh, uns mal wieder irgendwo ausbreiten zu können, Wäsche zu waschen usw. Aber das Internet ist die reinste Enttäuschung. Also zieht Benni alleine 2 Stunden durch die Stadt auf der Suche nach WLAN. 
Mir geht unterdessen der Wasserhahn im Bad kaputt. Ist jetzt nicht direkt meine Schuld, dem Nächsten der dran gewesen wäre, wäre das eben passiert. Das zu meiner Verteidigung. Bei Benni löst das eine mittelschwere Krise aus. Ist ja auch echt blöd, wir brauchen den zum Duschen, Wäsche waschen, Klo sauber machen.
In der Nähe gibt es einen Boots- und Campingshop. Bei dem haben wir dann heute nochmal Halt gemacht, einen neuen Wasserhahn hatte der aber nicht in petto. Aber ganz viel Kleinkram und so kann Benni immerhin was basteln. Improvisation lernt man in der Krankenpflege mit als Erstes. Vor allem in der ambulanten. Oder? Schönen Gruß an die Kollegen ;-)
Und dann geht’s los! 50 Kilometer und wir sind an der Grenze. Wir sind ganz aufgeregt und freuen uns riesig. Aber was für eine Prozedur! Beim Auschecken kontrolliert der griechische Grenzbeamte unsere Pässe, macht sein Fensterchen zu und ist erstmal 10 Minuten weg. ??? Mittagspause? Dringender Klobesuch? Wir wissen es nicht. Wortlos gibt er uns die Pässe zurück und wir fahren weiter. Der Zoll will nichts von uns. Dann geht es über den Grenzfluss. Sowohl auf griechischer, als auch auf türkischer Seite Militär in voller Montur, auf den Ernstfall vorbereitet. Aber die türkischen Jungs sind super freundlich, lächeln und winken uns zu.
Nun steht uns noch die türkische Grenze bevor. Passkontrolle und „Antrag stellen“. Normalerweise muss das Auto nach 30 Tagen wieder ausgeführt werden. Wir bleiben ja länger und der Beamte stimmt zu. Danach fällt uns aber auf, dass Benni keinen Stempel im Pass hat wegen dem Auto. Hatte er vor 3 Jahren aber bekommen. Also nochmal zurück, alles geklärt, Stempel erhalten.
Dann Zollkontrolle. Alles wird gecheckt. Kühlschrank, Bad, jedes Fach durchgeguckt. Dann die letzte Station, wo wir auch nicht genau wissen, warum wir nochmal anhalten müssen und dann haben wir es endlich geschafft. 40 Minuten hat der ganze Spaß gedauert.
Wir freuen uns nen Kullerkeks und sind so froh, wieder in der Türkei zu sein. Ich weiß, das trifft nicht überall auf Verständnis. Aber wir haben uns vor 3 Jahren einfach in dieses Land verliebt und fühlen uns wohl hier. Die Politik, die ja derzeit in den Medien sehr präsent ist, ist die eine Sache. Aber die Türkei ist wunderschön, hat soviel zu bieten, wir mögen die Menschen und die Kultur. Solch eine Freundlickeit haben wir bisher noch in keinem anderen Land erfahren. Und der Tourismus ist eben für die Menschen hier ein unheimlich wichtiger Faktor und in den letzen Jahren war es hier nicht einfach. Es kommen leider weniger Touristen.
So, erstmal tanken. Hier kostet der Diesel wieder nur 1,05€. Dann in die nächste große Stadt nach Kesan. Geld abheben, SIM-Karte besorgen. Was für ein Gewimmel.
Für heute sind wir echt platt, fahren an den nächsten Strand und machen uns einen Plan, wohin es jetzt weitergeht.
Das Wetter ist leider gerade nicht so besonders, am Abend wie üblich ein Gewitter. Egal! Wir sind hier! Alles ist gut!

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Kommentare: 2
  • #1

    Franzi (Dienstag, 26 Juni 2018 21:38)

    Wer einmal in der hauskrankenpflege gearbeitet hat für den ist ein lumpiger Wasserhahn doch ein Klacks. ���, Benni dein 450€ Job hat sich wohl jetzt endlich mal bezahlt gemacht!�

  • #2

    Jule Die coole (Mittwoch, 27 Juni 2018 12:57)

    Meine Güte war wieder viel los bei euch. Kontrolle hier... warten warten warten... Gewitter da.
    Aber nun seid ihr angekommen. Schön, dass alles gut ging. Macht es euch schön da!
    Liebste Grüße :)