Mit der Fähre nach Asien

Heute wechseln wir mal nicht das Land, dafür gleich den ganzen Kontinent :-) 
Um 5 Uhr werden wir nochmal von einem heftigen Gewitter geweckt. Da wir auf Sand geparkt haben, wird uns bei den vielen Wassermassen etwas mulmig zumute, aber ein paar trockene Stellen sind am Morgen zu finden und wir kommen wieder auf die Straße.
Unterwegs machen wir Halt und kaufen Obst, Gemüse und Eier direkt aus dem Garten der Leute. Lecker und günstig ;-)
Wir fahren weiter nach Gelibolu, von wo aus die Fähre ablegt, die uns über die Dardanellen nach Asien bringen soll.
Allerdings fahren wir in der Stadt vorher noch zum Automechaniker. Unser Gefährt braucht mal einen Ölwechsel. Eine Autobude reiht sich an die nächste. Man hat die Qual der Wahl. So ganz einfach ist es mit der Kommunikation nicht, aber wir werden verstanden. Und dann wird mal eben am Straßenrand das Öl gewechselt. Ist jetzt nicht gerade ein Schnäppchen, aber auch nicht teurer als in Berlin. Und man musste nicht erst vorher einen Termin machen. Einfach ran fahren, Öl raus, Öl rein, fertig!
Und dann stehen wir erstmal ne ganze Weile im Stau. Maisverkäufer am Straßenrand vertreiben uns zumindest den Hunger und wir warten auf die Fähre.
Wie immer eine absolute Stresssituation. Wer schon mal mit einer Fähre in südlicheren Gefilden gefahren ist, weiß, wovon wir reden.
Viele Fähren, viele Autos und LKW’s, nebenbei wird dir allerhand angeboten: Parfüm, Schmuck usw. Viele Leute, die dich einweisen, jeder in eine andere Richtung. Vor, zurück, links, rechts. Jeder Millimeter ist zugeparkt, man kriegt kaum die Tür auf, quetscht sich durch die Reihen. Aber nur 9€ bezahlt! Eine knappe halbe Stunde dauert die Überfahrt, dann sind wir in Anatolien, dem asiatischen Teil der Türkei.
Güle Güle Europa!
Güle Güle Europa!
Wir haben uns entschieden, dass Mittelmeer jetzt allmählich zu verlassen. 2015 sind wir die Küstenstrecke bereits gefahren bis Antalya. Das war auch eine wahnsinnstolle Tour. Ganz liebe Grüße an dieser Stelle an unsere schweizer Reisefreunde, mit denen wir damals oft zusammen gestanden haben :-)
Nun gilt es andere schöne Ecken zu entdecken. Es geht also Richtung Schwarzmeerküste. Für heute sind es noch 140 Kilometer und dann wir sind auf der Kapidag-Halbinsel. Zwischendurch kommt heftiger Regen runter. Vorhin haben wir gelesen, dass ebenso Griechenland mancherorts wegschwimmt unter anderem auch an Orten, wo wir waren. Na da haben wir ja gerade so noch die Kurve gekriegt.
Auch hier ist die Fahrbahn teilweise unterspült, dementsprechend sieht am Abend unser Womo aus.

Gegen 18 Uhr kommen wir endlich an unserem ausgesuchten Platz an. Nicht so der Renner, aber für die Nacht ist es ganz ok. Wir sind zumindest am Strand. Später kommt dann noch der Parkplatzbesitzer zu uns, spricht uns in bestem Deutsch an. Er hat 25 Jahre in Stuttgart als Koch gearbeitet. Er hätte gern 4€ Parkgebühr. Wir finden das in Ordnung. Der Platz ist gepflegt, wir können unseren Müll entsorgen und es gibt Tisch und Bänke. 
Laut Wetterbericht erwartet uns auch diese Nacht wieder Regen und Gewitter. Na wir werden sehen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Basti-Oma (Donnerstag, 28 Juni 2018 10:43)

    Ich grüße euch herzlich hoffentlich regnet es nicht so viel.Wäre ja nicht so schön!
    Passt auf euch auf und bleibr gesund. Denke an euch!!

  • #2

    Manu-Mama-Oma (Donnerstag, 28 Juni 2018 19:50)

    Klingt ja alles wieder ganz spannend. Den Ölwechsel sollten sich mal hier die Werkstätten anschauen-geht doch ganz einfach :)Umso entspannter sollen Eure nächsten Tage und Wochen werden. Auch der Bericht über Griechenland war gut zu lesen-ich hab da ja nicht so`ne Sehnsucht. So, jetzt muss erst mal auf die Karte schauen wo ihr seid. Die Orte, außer Antalya haben mir nämlich nichts gesagt:)
    Knutschi