Auf der Kapidag-Halbinsel

Das gibt’s ja nicht. Kein Regen in der Nacht! Wir machen noch einen kleinen Spaziergang und dann fahren wir weiter immer an der Küste entlang. Andere Wege gibt es hier auch nicht. Die Straße ist ganz gut, natürlich kurvig und wir durchfahren ein paar kleine Dörfer, da ist es dann ganz schön eng und wir fühlen uns mit unserem großen Gefährt etwas fehl am Platz.
Wir steuern eine wunderschöne Bucht an. Die Piste runter ist allerdings offroad und sagen wir mal so: Wir würden zwar runter kommen, aber könnten dann wohl den Rest des Sommers da unten sitzen, bis uns jemand abschleppen kommt.
Also parken wir am Straßenrand ein und da gerade die Sonne scheint, schreiten wir in voller Badeausrüstung mit allem pipapo nach unten. Bei unserer Ankunft sind wir ganz allein, später kommt noch eine türkische Familie dazu. Mit Auto!!! Zu 6. in dem dem kleinen Fiat!!! Wenn wir es später nicht mit eigenen Augen gesehen hätten, hätten wir nicht geglaubt, dass das schon etwas in die Jahre gekommene Modell auch wieder den Weg hochkommt. Respekt an Auto und vorallem an den Fahrer!
Das Wasser ist hier irgendwie ganz schön kalt, aber wir verbringen eine gemütliche Stunde in der Bucht, bis es dann doch noch anfängt zu regnen.
Da die Straße nun doch schwieriger wird und laut unserem Reiseführer bald in Schotterpiste übergeht, beschließen wir, wieder zurück und auf einen kleinen Campingplatz zu fahren. Unterwegs füllen wir noch an einer Quelle unsere Wasservorräte auf und werden dabei auf einen netten Platz direkt am Meer unter Bäumen aufmerksam. Keiner zu sehen. Wir entscheiden uns, einfach hier zubleiben. Der Muezzin einer Moschee im nächstgelegenen Dorf begleitet uns den Rest des Tages mit seinen Gebetsrufen.
Und dann füllt sich am Nachmittag doch noch das Plätzchen. Wir suchen ja sonst eher die Einsamkeit, aber nun kommen wir um einen geselligen Nachmittag nicht drum herum. Und es wird wirklich so nett.
Eine Familie mit 2 Kindern (3 und 7 Jahre alt) parkt neben uns und wir kommen sofort ins Gespräch. Ich mit meinen kleinen Bröckchen türkisch komme nicht so weit. Besser geht es mit Händen und Füßen, aber bald werden die Handys gezückt und alles übersetzt. Wir sitzen den restlichen Nachmittag zusammen, werden bewirtet mit Tee und Knabbereien, auch die Kinder spielen etwas miteinander. Wir reden über die Türkei, das Reisen, unsere Autos, Fotos von der ganzen Familie werden uns gezeigt. Und die ist groß :-)))
Und wir bekommen noch tolle Reiseempfehlungen. 
Später kommen noch mehr Leute dazu, Angler und Zelter und wir mittendrin.
Es ist einfach so herzlich und wir freuen uns erneut und fühlen uns bestätigt, dass wir nochmals in die Türkei gereist sind.

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