Kloster Geghard, Garni Tempel, Basaltsteine und ganz viel Urlaub!

Hallo? Noch jemand da?
Also wir sind wieder zurück! Wir haben Urlaub gemacht. Urlaub vom Urlaub! Das war dringend nötig und hat sooooo gut getan.
Fast eine Woche hat es uns hier fest gehalten und wir konnten Kraft schöpfen und mal abschalten. Nun sind auch endlich wieder alle richtig gesund.
So ganz untätig waren wir dann aber doch nicht. Wir haben ganz viel Reiseplanung für Südostasien gemacht, diverse Verkehrsmittel und Unterkünfte gebucht und natürlich den Haushalt in Schuss gebracht.
Einen Tag hatten wir Besuch von Arthur und Anush. Wir sind mit Arthur zur Schule gegangen und seit 2 Jahren lebt er nun in Jerevan und vor kurzem hat er hier Anush geheiratet. Wir haben einen entspannten Tag zusammen und erfahren so natürlich aus erster Hand mehr über Land und Leute.
Wir haben es sogar 2 mal geschafft unseren Platz zu verlassen und uns in der Gegend was anzuschauen.
Der erste Ausflug führte zum Kloster Geghard.
Das Kloster gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Armenischen Apostolischen Kirche. Auch hier gibt es zum Teil Räume, die in die Felsen gehauen wurden und Höhlen. Die Atmosphäre drinnen ist eine ganz besondere. Schwer zu beschreiben. Es hat etwas mystisches, es ist sehr dunkel, Kerzen brennen, die Nebenräume sind gar nicht beleuchtet. Es gibt einen Raum mit einer Quelle, von der sich die Menschen Gesundheit und Glück erhoffen. 
Hinter dem Kloster folgen wir noch ein bisschen dem Wasserlauf und sehen im Wäldchen lauter Bänder, die an die Äste geknüpft wurden. Warum, wissen wir nicht, sieht aber lustig aus. Ein wenig weiter treffen wir noch auf eine kleine Höhle mit vielen, vielen Steinmännchen.
Am Sonntagabend raffen wir uns auf zu unserer nächsten Erkundungstour. Es geht ins 5 Kilometer entfernte Garni. Dort besichtigen wir einen Tempel und haben einen Ausblick auf die umliegenden Berge.
Ok, erledigt!
Jetzt wird’s aber viel spannender. Mittlerweile ist es 19 Uhr, aber abgekühlt hat es sich kein bisschen. Wir machen trotzdem eine Wanderung. Die verläuft zum Glück aber größtenteils im
Schatten, trotzdem: so richtig Freude kommt nicht auf. An einem blauen Tor überlegen wir erst, ob es hier weiter geht, es ist aber offen und so laufen wir weiter bergab. Unten im Tal angekommen, das nächste blaue Tor. Wir laufen auf dem Gelände des Wasserwerks, deswegen diese Tore. So! Unten ist dann aber zu, laut Nachforschungen von Lenny. Aber wir finden trotzdem einen Weg durchs stachelige Gebüsch und über Geröll. Von der anderen Seite stellen wir dann fest, dass das Tor doch nicht verschlossen ist. Wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht?!
Aber jetzt endlich können wir sie sehen, die Basaltsteinformationen, weswegen wir den Weg angetreten haben. Also das sieht echt richtig cool aus und wir können uns gar nicht satt sehen. Nun müsst ihr euch eine Menge Steinfotos angucken, ich hab aber wirklich schon schweren Herzen ganz viele aussortiert :-)
Toll, oder?
Nun heißt es aber noch wieder hochkommen. Los geht’s! Diesmal einen anderen Weg, den nehmen auch die Autos. Also zumindest die geländegängigen bzw. die, denen Schäden am Auto egal sind.
Und dann passiert es! Wir quälen uns den Berg hoch und einer hat Mitleid. Wir dürfen endlich Lada Niva 4x4 fahren!!! :-))
Wir rumpeln den Weg hoch, der alte Mann spricht 2 Worte deutsch. „Nach Hause“ und „Schnaps“. Den Schnaps bietet er Benni mehrmals an und nach seinem lauten Lachen zu urteilen, hat er heute schon den ein oder anderen getrunken. Aber er bringt uns heil nach oben, das war mal wieder ein Erlebnis.
So und jetzt? Hunger und Durst! Wir suchen uns ein Restaurant und lassen groß auftischen. Eigentlich nur aus Versehen, weil wir bei der Essensbestellung total gestresst sind und wegen Kommunikationsproblemen auch mehr kommt, als gedacht. Dementsprechend fällt dann auch die Rechnung am Ende aus, aber egal, es war lecker!
Die 5 Kilometer „nach Hause“ müssen wir dann im Dunkeln zurücklegen. Auch das ist ein Erlebnis.....
Eigentlich wollten wir dann heute weiterfahren, aber die Trennung fällt uns einfach zu schwer. Morgen reisen wir dann aber auf jeden Fall weiter!  ;-)
Und damit ihr mal einen Eindruck bekommt, warum es uns so schwerfällt, noch ein paar Impressionen vom Campingplatz.
Kann man eigentlich 30 Grad Wäsche bei 40 Grad draußen aufhängen???
Kann man eigentlich 30 Grad Wäsche bei 40 Grad draußen aufhängen???
Also hier kann man sich wirklich heimisch fühlen. So eine tolle Atmosphäre. Allerlei Weltenbummler, mit denen man entspannt quatschen kann, man hilft sich untereinander oder man kann auch einfach sein eigenes Ding machen. 
An unserem letzten Abend grillen wir heute mit den beiden Gastgebern Sandra und Marty. Wir sind eine gemütliche Runde zu Neunt, mehr sind nicht mehr übrig.
Wir kommen gern wieder!

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Kommentare: 1
  • #1

    Manu (Montag, 30 Juli 2018 19:58)

    So schön. Ich kann euch gut verstehen. Ja Lada fahren macht Spaß-wir hatten in unserem Leben auch schon 2. Gehabt euch wohl