Bye Bye Armenia!

Freitag ist Ruhetag! Wir entschließen spontan noch einen Tag zu bleiben und uns nicht weiter zu bewegen. Außer zum Pool, da kann man die Hitze gut ertragen. Außerdem sind wir ja in netterGesellschaft, ab und zu ist mal ein Plausch drin mit anderen Reisenden.
Am Abend zieht dann aber tatsächlich noch ein Sturm auf und ein kleines Gewitterchen, dafür werden wir danach mit kühleren Temperaturen und einem, nein gleich zwei Regenbogen belohnt.
Am Samstagmittag geht es dann aber weiter, unsere Versicherung läuft am 5. August aus, bis dahin müssen wir das Land verlassen haben. Oder ganz einfach eine neue abschließen, aber so langsam zieht es uns weiter. Also bei heißen Temperaturen ab on the road!
Die Strecke kennen wir ja bereits. Die Höhle ist leider immer noch verschlossen und den Ararat können wir heute noch schlechter sehen. Dafür bekommen wir Regen und angenehme Temperaturen. Endlich!
Aber zuvor können wir noch ein paar grandiose Ausblicke über das weite Land genießen. Ja, wir müssen zugeben, Armenien hat es uns angetan. Wir kommen gern wieder! 
Nachdem wir in Jerewan wieder einkaufen waren, geht es nordwestlich. Wir erblicken schneebedeckte Gipfel und finden heraus, dass wir da gerade die höchste Erhebung Armeniens entdeckt haben. Den Aragatz. Ein erloschener Vulkan mit 4 Gipfeln, von denen der Höchste 4090 Meter in den Himmel ragt. Wir fahren drumherum und können ihn gleich von 2 Seiten bestaunen, die Sicht für Fotoaufnahmen war allerdings wieder nicht so super.
Dann heißt es nochmal fahren, fahren, fahren und wir trudeln in Gjumri ein. Die zweitgrößte Stadt hier. Wir umfahren erstmal das Gewimmel und steuern auf unseren Nachtplatz zu. Zunächst finden wir nicht den richtigen Weg, am Ende war es dann aber doch ganz einfach. So ganz sicher sind wir uns nicht, ob wir hier über Nacht bleiben wollen, aber ein paar Berliner, die gerade auf Heimaturlaub sind, bestätigen uns: Hier ist es sicher.
Wir parken genau zwischen der Black Fortress, die leider geschlossen hat und Mother Armenia.
Die schwarze Burg liegt 8 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt und wurde von den Russen im russisch-türkischen Krieg 1828 gebaut.
Die Mutter Armeniens ist etwas jünger von 1975. 
Na das war wieder ein aufregender Abend. Schön abgekühlt hat es sich, aber es ist mal wieder Samstag und den sollte man besser nicht an einem abgeschiedenen Ort am Stadtrand verbringen. Aber es war spät, es hat geregnet, wir wollten nicht weiterfahren. Und so kommt es, wie es kommen musste. Jugendliche parken neben uns, Whitney Houston erklingt aus den Lautsprechern und kurze Zeit später klettert uns einer aufs Dach. Nu ist aber Schluss mit lustig, der bekommt nen Anschiss, ist aber gleich total erschrocken, dass tatsächlich jemand im Womo drin ist und haut ab. Kurze Zeit später klopft es nochmal an unsere Tür, er hat ein richtig schlechtes Gewissen, entschuldigt sich 100 mal und bietet uns Wodka zur Versöhnung an. 
Am Morgen wird uns dann doch noch Einlass in die Black Fortress gewährt. Hat sich das lange Warten und die Strapazen doch noch gelohnt :-)
Die Burg wurde aufgepäppelt, heute finden dort Konzerte statt und es gibt ein kleines Museum. Wir sind ganz allein hier und bekommen alles aufgeschlossen und mit ein paar Brocken englisch erklärt. Tolle Atmosphäre hier!
Highlight ist der alte Brunnen, der tief nach unten geht. Benni versteht 300 Meter, ich denke mal eher es sind 30 Meter. Auf der Glasplatte stehend, kann man bis auf den Grund gucken, schon unheimlich. Vor lauter Angststarre hab ich ganz vergessen ein Foto zu machen.
Wir verabschieden uns nun von Armenien, dem Land der Höhlenstädte und wir brechen auf nach Georgien.
Zuvor treffen wir aber noch auf Susanne und Gernot, mit denen wir bereits eine Nacht im großen Kaukasus verbracht hatten. Wir freuen uns über das Wiedersehen, tauschen noch Tipps aus und hoffen auf ein erneutes Aufeinandertreffen, wer weiß wo!
Das letzte Stück Armeniens zeigt sich nochmals von seiner schönsten Seite und ein bisschen Wehmütig reisen wir zur Grenze.
Den Grenzübergang müssen wir diesmal getrennt von einander über die Bühne bringen. Ich mit den Jungs durch die Passagierkontrolle und Benni mit dem Auto auf der anderen Seite. Es ist zum Glück nicht viel los und nach einer halben Stunde haben wir es geschafft. Unsere georgische Versicherung ist ja noch gültig.
Benni kann man auch nicht allein lassen, der Beamte fragt nach Alkohol und Medikamenten, beides wird verneint und dann aber doch aufgespürt. Mehr als Gemecker gibt es Gott sei Dank nicht. Man man man! 
Jetzt aber schnell weg! Leichter gesagt, als getan! Die Straße ist wieder eine Katastrophe! Da kann uns auch der Götterbote Hermes nicht weiter helfen. Willkommen zurück in Georgien!

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Kommentare: 3
  • #1

    Artur (Sonntag, 05 August 2018 11:37)

    Schön das es euch gefallen hat, gute weiterreisen.

  • #2

    Manu (Sonntag, 05 August 2018 15:39)

    Na da hat sich ja der Abstecher gelohnt. Dann noch schöne Augenblicke in Georgien. Knutschi

  • #3

    Jule die coole (Sonntag, 05 August 2018 21:52)

    Ich würde sterben vor Schreck wenn mir einer aufs autodach springt!! Oh man oh man. Gut, dass dann alles gut ging und es nicht noch mehr Ärger gab. Dann passt mal
    Noch schön auf euch auf ;)