Vardzia

Die Straße bleibt für 20 Kilometer schlecht, die Dörfer sehr arm und zwischendrin ein futuristischer, überhaupt nicht ins Bild passender, neuer Bahnhof.
Gut 80 Kilometer sind es noch bis zu unserem heutigen Tagesziel. Und Georgien zeigt sich hier von einer seiner schönsten Seiten.
Am Wegesrand stolpern wir quasi über eine Burgruine und können es natürlich nicht lassen. Eine Pause ist eh mal wieder nötig. Plötzlich ist es ganz schön heiß und wir schleppen uns stöhnend den Berg hinauf. Aber alle halten tapfer durch, keiner muss getragen werden und oben kann wieder nach Herzenslust entdeckt werden.
Nun ist es gar nicht mehr weit und wir erreichen die Vardzia-Felsenklöster. Ja stimmt, auch in Georgien gibt es ziemlich viele Höhlen.....
Aber die übertreffen echt alle, die wir bisher  gesehen haben. Erkunden wollen wir sie erst morgen. Wir verbringen den Abend und die Nacht mit bestem Blick auf die Felswand. Zwischendurch können wir uns doch nochmal losreißen und speisen endlich mal in einem georgischen Lokal. Das war uns ja beim letzten Aufenthalt verwehrt gewesen wegen dem blöden, verschleppten Virus. Aber wir sind wieder topfit und können reinhauen. Ja, doch! Georgisch essen kann man machen.
Am Abend fängt es an zu regnen und was wäre diese Reise ohne Gewitter. Heut ist es mal wieder soweit.
Aber dann gibt es nochmal eine wunderschöne Aussicht. Das Höhlenkloster wird im Dunkeln angestrahlt und dazu gibt es einen schönen Sternenhimmel. Ach, Reisen kann so schön sein!
Ein friedlicher Morgen. Wir vernehmen nur das seichte Schnarchen eines Kasachen, der spät noch neben uns eingeparkt hat. Etwas später werden wir von einem Esel begrüßt, der sich sehr interessiert zeigt an unserem Womo.
Guten Morgen! Was gibt’s zum Frühstück?
Guten Morgen! Was gibt’s zum Frühstück?
Nachdem alle 5 satt sind, fahren wir auf die andere Seite des Flusses um die Klöster genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wir wussten ja, dass es cool wird, aber so spektakulär hätten wir es nicht erwartet.
Erstmal müssen wir mächtig bergauf latschen, aber wir sind die allerersten heute. Das ist auch so ne tolle Sache, wenn man einfach die Nacht an einer Sehenswürdigkeit verbringt. Du bist morgens und abends allein.
Die ersten Ursprünge des Klosters sind nicht bekannt. Aber König Georgi der Dritte und seine Tochter Tamara ließen die Anlagen erheblich ausbauen. Hier lebten bis zu 800 Mönche und 50.000 Menschen konnten Zuflucht finden. Es gab 2000 Säle auf 13 Etagen.1283 wurde ein großer Teil der Anlage durch ein Erdbeben zerstört.
Aber auch heute noch gibt es ein Labyrinth aus Kammern, die im Fels miteinander verbunden sind. Wahnsinnig spannend für uns alles zu erforschen. Wir sind wirklich beeindruckt.
Dann gibt’s noch ein Eis und wir ziehen weiter.
Was machen wir heute? Ach, wir wechseln mal wieder das Land. Grenzkontrollen sind ja mittlerweile unsere leichteste Übung.
Das war ein toller Abschluss in Georgien.
Türkiye, wir kommen!!!
Jemand Appetit auf Rind?
Jemand Appetit auf Rind?

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