Bootstour nach Kekova

An dem schönen Sandstrand bleiben wir dann einfach noch einen Tag und eine Nacht. Ohne besondere Vorkommnisse :-) Einfach nur Strandleben! Ich hoffe, ich enttäusche euch nicht allzu sehr, denn in nächster Zeit werden viele solcher Tage folgen. Das heißt, es wird im Blog vielleicht etwas ruhiger. Zum einen liegt es daran, dass wir hier schon mal unterwegs waren, zum anderen, dass es einfach auch total heiß ist, um großartig etwas zu unternehmen und zum wieder anderen sind wir gerade auch etwas satt. Wir haben so Vieles erlebt und gesehen, es fällt uns derzeit schwer, noch mehr Eindrücke aufzunehmen. Von daher ist die lykische Küste jetzt perfekt, um die Seele baumeln zu lassen und auch hin und wieder nichts zu tun. 
Aber so ganz öde soll es ja nun auch nicht werden. Also weiter geht’s zum Andriake-Campingplatz. 2015 waren wir schon mal hier, fanden es damals blöd und sind weitergefahren. Warum, das können wir uns heute absolut nicht mehr erklären. Vielleicht war schlechtes Wetter an dem Tag....
Denn wir fühlen uns pudelwohl hier, die Kinder sind stundenlang beschäftigt, können mit Hühnern, Katzen und Hunden unbekümmert über den Platz heizen, wir können Tischtennisspielen, in der Hängematte abgammeln und das Essen ist spitze! 
Am Strand geht es ganz flach ins Wasser, allerdings ist es etwas kalt, da zwei Flüsse hier ins Meer fließen. Aber trotzdem ein toller Ort, wie wir am nächsten Tag erst feststellen werden. Am Abend haben wir schon Angst, dass die Nacht Dank Mücken wieder katastrophal wird. Die tauchen dann auch wirklich auf und sind etwas lästig, aber verfolgen uns nicht ins Womo. Dafür sind 30 Grad nachts, na gut, man kann eben nicht alles haben.
Direkt vor unserer Nase stehen Dutzende von kleinen und großen Booten im Hafen und der ein oder andere Touribus kommt hier vorbei, um Ausflüge zu unternehmen.
Von anderen Reisenden hier vom Campingplatz haben wir erfahren, dass die aber wirklich tolle Touren machen und die netten Campingplatzbesitzer vermitteln uns dann weiter in dem Dschungel aus Anbietern. So zahlen wir also auch einen korrekten Preis, was hier wohl nicht selbstverständlich ist.
11 Uhr soll’s losgehen, 10:45 sind wir am Boot und auf uns wird schon gewartet, wir steigen ein und prompt fahren wir los. Na da soll nochmal einer was über deutsche Pünktlichkeit sagen. Die Türken setzen noch einen drauf. Wir sind die einzigen Deutschen und müssen sagen, wir sind froh darüber. Ein bisschen wollen wir noch in unserer eigenen, kleinen Reisewelt bleiben. Und dann machen wir mal das komplette Touriprogramm mit. Es geht entlang der Küste bis zur Insel Kekova.

Kekova ist für ihre nach einem Erdbeben im Meer versunkene 2400 Jahre alte Stadt Simena bekannt. Die alten Ruinen kann man vom Boot aus gut sehen und es gibt sogar eine durchsichtige Glasplatte an der Unterseite des Schiffsrumpfs, sodass man auch in die Tiefe schauen kann.

Auch ein schöner Ort, um zur letzten Ruhe zu finden!
Auch ein schöner Ort, um zur letzten Ruhe zu finden!
Auf der anderen Seite liegt Kaleköy. Ein Dorf, das nur noch wegen des Tourimus bewohnt ist. 18 Einwohner gibt es, ich glaube, wir haben sie alle gesehen. Hier machen wir unseren ersten Halt und haben eine Stunde Zeit zur Erkundung. Wir laufen die vielen Stufen bis nach oben und schauen uns die Burgreste an. Vorbei geht es natürlich an unzähligen Verkaufsständen und Eisläden. Eine Spezialität ist hier Eis aus Ziegenmilch.
Zurück am Boot geht es ein Stück weiter zu einer Bucht, da dürfen wir uns dann endlich abkühlen. Es darf nach Herzenslust vom Boot ins Wasser gesprungen werden. Beim Schnorcheln können wir keine aufregenden Fische entdecken, Spaß macht es aber trotzdem. Und dann: Klingeling!!! Essen ist fertig!!! Hmm, es gibt Fisch, Hähnchen, Salat, Bulgur und Gemüse. Sehr lecker! Ja, so ein Pauschaltourileben ist gar nicht mal so schlecht.
Endlich plantschen!
Endlich plantschen!
Der Eismann kommt....
Der Eismann kommt....
Wir halten noch 2 weitere Male an zum Baden und dann geht’s noch zu einer Höhle, jedes Boot darf seine Schnauze mal reinhalten.
Wir genießen die Fahrt, das sanfte Schaukeln bei mal mehr, mal weniger guter Musik, es gibt leckere Melone, Klaas schläft ein. Der letzte Stop ist dann Turtle Bay. Und tatsächlich! Wir entdecken 5 oder 6 Meeresschildkröten, mindestens 1 Meter groß. Traumhaft! Aber gar nicht leicht, die vor die Linse zu bekommen. Das Beste aber ist, Turtle Bay ist UNSER Strand!
17 Uhr sind wir wieder auf dem Festland und nach dem Abendbrot machen wir uns nochmal auf den Weg zum Strand. Der muss bis zum Ende gelaufen werden, aber das wird belohnt, wir entdecken noch ein paar Köpfe und Panzer aus dem Meer rausluken. Benni kommt einer ganz nahe und kann auf Tuchfühlung gehen. Dann ist es aber plötzlich schon ganz dunkel und wir beschließen natürlich morgen nochmal herzukommen. Was für ein toller Tag!

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Kommentare: 2
  • #1

    Jule die coole (Dienstag, 28 August 2018 17:51)

    Ach Urlaub kann man auch mal so machen. Wenn’s Spaß macht, dann habt ihr doch alles richtig gemacht. Ich hatte damals auch so eine bootstour mitgemacht. Aber eure ist irgendwie toller :D
    Dann lasst es euch mal noch weiterhin gut gehen und genießt den Schatten ;)

    Liebste Grüße an euch vier :*

  • #2

    Kathrin (Donnerstag, 30 August 2018 19:40)

    Wow, toll diese riesigen Schildkröten!!! Seid lieb gegrüßt von Tomi, Jani, Jörn und Kathrin