Belogradchik und die Magura-Höhle

Der Samstag wird zum Fahrtag. Wir brechen am Vormittag in Sofia auf und gehen einkaufen. Hier müssen wir nun wieder mehr bezahlen als in der Türkei, aber auch nicht mehr als bei uns zu Hause.
Obst und Gemüse abwiegen ist easy, aber Probleme gibt es diesmal in der Milch/Käse -Abteilung. Alles ist auf kyrillisch geschrieben und man kann nicht erahnen, was sich in der Verpackung versteckt.

Dann liegen fast 200 Kilometer vor uns und leider auch jede Menge Stau. Die Straßen in Bulgarien sind eigentlich schon recht gut, aber die ein oder andere Strecke muss doch ausgebessert werden und so geht es eben an den Baustellen nur schleppend voran. Deswegen sind wir dann erst am Nachmittag an unserem Ziel und fahren einfach nur noch auf den Campingplatz. Und der ist wirklich ganz niedlich. Eine große Wiese hinter einem Hotel, aber auch ein kleiner Spielplatz und jede Menge Tiere sind dabei. Die wunderschöne Herbstsonne tut ihr Übriges und so haben wir einen gemütlichen Nachmittag.
Am Sonntag beschließen wir dann spontan einen Ruhetag einzulegen, es wird nochmal schönstes Wetter und wir entdecken einen Feldweg hinter unserem Campingplatz der zu einem Fluss führt. Da können wir uns die Zeit gut vertreiben und Lenny verliert beim Möhre knabbern nun auch noch seinen 2. Zahn :-)
Übrigens kann man hier ganz lecker und günstig essen gehen, das müssen wir wohl nochmal ausnutzen ;-) Benni bekommt zweimal irgendwas, was brennt, aber immerhin mit einem niedlichen Ei dekoriert.
Unser nächstes Ziel ist die Burg von Belogradchik. Die „Weiße Burg“ liegt auf den berühmten Belogradchik-Felsen und wurde zur römischen Zeit im 1.-3. Jhd.n.Chr. erbaut.
Von oben hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Balkangebirge und auch an den spektakulären Sandsteinfelsen können wir uns kaum satt sehen. Ja! Auch das ist Bulgarien.
Nicht weit entfernt liegt die Magura-Höhle. Noch nie von gehört, aber das muss man gesehen haben, wenn man in Bulgarien ist. Finden wir zumindest.
Sie ist eine klassische Karst-Höhle und unfasst insgesamt 3,6 Kilometer. Im Inneren finden sich Höhlenmalereien, die ältesten stammen aus der Bronzezeit, die jüngsten 1200 Jahre v. Chr.
Am Eingang zahlen wir 10€ Eintritt und dann geht es auch schon los. Und zwar ganz ohne Führung. Ganz allein streifen wir durch diese große Höhle. Mal geht es durch einen engen Gang, dann steht man plötzlich wieder in einer riesigen Halle und davon gibt es ganz schön viele. Wir erforschen die ganze Höhle und sind erstmal ne Weile unter Tage. Wir treffen wirklich niemanden, außer jede Menge Fledermäuse.
Das war echt ziemlich cool. Aber am Ausgang stellen wir dann fest, dass wir die Höhlenmalereien gar nicht entdeckt haben. Na manchmal ist eine Führung wohl doch nicht so schlecht. Wieder draußen wartet ein kleiner Zug, aber bis der voll wird, dauernd es eine Weile. Na macht nichts! Wir warten. Allerdings ist es mittlerweile recht ungemütlich geworden. Ein Sturm zieht auf. Dann werden wir wieder bis zu unserem Womo gebracht.
So nun heißt es endgültig entscheiden, wohin die Reise weiter geht. Wir haben die Wahl zwischen Serbien und Rumänien.
Das schöne Wetter hat sich erstmal verabschiedet. Wir tanken nochmal voll, denn auch das wird nun langsam wieder teurer und dann treten wir den Weg an. Und wo wir nun heute Abend gelandet sind, verraten wir euch im nächsten Blog :-))
Hier noch ein paar Eindrücke von Bulgarien‘s Nordwesten.

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Kommentare: 1
  • #1

    Weiß, Thomas (Montag, 24 September 2018 20:15)

    Hallo,
    schöne Bilder und unterhaltsamer Text! Die Landschaften sind wirklich eindrucksvoll! Habt weiterhin Freude!