In der Puszta und nach Eger

Auf nach Ungarn!
An der Grenze müssen wir ein bisschen anstehen, wohl weil Sonntag ist. Aber dann geht’s ohne Tamtam rüber, nach der grünen Karte fragt auch keiner mehr. Was für ein „Glück“, dass wir sie erst an der letzten wichtigen Grenze verloren haben.
So und da sind wir nun in Ungarn und sehen erstmal einfach nur NICHTS! Endlose Maisfelder, Graslandschaften, Dörfer, die alle gleich aussehen, kein Hügel weit und breit. Ich glaube Ungarn ist neben Holland und Dänemark das flachste Land Europas.
Und nun sind wir auch wirklich schon nah an Deutschland dran. Viele Schilder sind auf deutsch geschrieben, vorallem die Warn- und Mahnschilder. Man soll seine Hundehäufchen wegräumen, man darf kein Ballspielen, man soll dies, man darf jenes nicht. Genau! Endlich mal jemand, der für Recht und Ordnung sorgt. Ach das haben wir so vermisst, NICHT!
Nachdem wir nun schon fast „grasblind“ sind, fahren wir am Nachmittag auf einem Campingplatz vor, gleich neben Lidl. Drei Wohnmobile stehen auf dem Platz, an der Rezeption ist aber keiner zu finden. Kommt erst morgen wieder, heute ist schließlich Sonntag. Der Hausmeister streift dann doch noch über den Platz und erklärt uns auf ungarisch alles, bis wir es endlich verstanden haben. Das dauert,wir verstehen nämlich kein Wort ungarisch, aber er gibt nicht auf und wir hören geduldig zu.
Gleich nebenan gibt es wieder ein Thermalbad, da sitzt auch keiner mehr am Kassenhäuschen, aber alles funktioniert und die Dorfgemeinde hat es sich bereits in den warmen Becken gemütlich gemacht. Wir steigen mit ein und dümpeln 2 Stündchen in dem warmen Heilwasser rum. Danach nochmal ne heiße Dusche, Abendbrot und mit dicken Socken ins Bett gekuschelt. Camping im Herbst hat dann doch irgendwie auch was für sich.
Am nächsten Morgen huschen wir nochmal schnell ins warme Außenbecken.
Und dann fahren wir weiter in den Norden nach Miskolc. Da gibt es erstmal auch nichts weiter, aber etwas außerhalb der Stadt mitten im Wald auf einem Berg gibt es einen kleinen Zoo. Na endlich mal wieder was für die Jungs. Hier gibt es überwiegend einheimische Tiere, aber es ist trotzdem ein kleiner, feiner Park.
Als nächstes wollen wir zu einer Höhle, aber die hat zu. Toll, jetzt geht das mit den verschlossenen Höhlen wieder los. Nebenan soll es auch noch einen Wasserfall geben, aber Lenny und Klaas haben keine Lust mehr auch nur einen Schritt zu machen, nachdem sie im
Zoo 2 Stunden marschiert sind. Ok, also fahren wir weiter Richtung Eger. Der Weg führt doch tatsächlich durch sanfte Berge und einen nicht enden wollenden Buchenwald. Also doch nicht so ganz flach hier.
Eger ist bekannt für seine barocken Bauwerke und vorallem für seinen Wein. Wir schlendern ein bisschen durch die Stadt und entdecken so dies und das. Am Abend verschlägt es uns dann noch in ein kleines Restaurant. Das ist zwar mehr italienisch, aber trotzdem superlecker. 
Zu später Stund‘ kommen wir im Dunkeln auf unserem Parkplatz etwas außerhalb der Stadt an und schlagen hier unser Nachtlager auf. Die Kinder sind total knülle und pennen gleich weg.
Uns trennen nun noch knapp 1000 Kilometer von der Heimat, aber wir haben das Gefühl schon wieder fast zu Hause zu sein. Hier geht es sehr „deutsch“ zu. Zumindest im Vergleich dazu, was wir im letzten halben Jahr erlebt haben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Manu (Mittwoch, 03 Oktober 2018 16:54)

    Hallöchen, nun sind wir weiter weg von Berlin-aber bald haben wir uns wieder.:) Gute Weiterfahrt und Knutschi an alle