Budapest

Nun geht es für uns also in die Hauptstadt Ungarns. Hochgelobt wollen wir uns jetzt selbst ein Bild machen.
Am Morgen regnet es eh, also geht es gleich los, noch ein Einkauf bei Lidl und dort fühlen wir uns wie im Schlaraffenland. Wir haben die Qual der Wahl. Es gibt alles, was es in Deutschland auch gibt und wir fühlen uns wieder ein Stück näher an der Heimat.
Mittags kommen wir am Campingplatz an, der etwas außerhalb liegt, aber eine gute Verkehrsanbindung hat. Wir machen aber erstmal ganz gemütlich, gehen duschen und nutzen die KOSTENLOSE Waschmaschine. Gut, dafür ist der Platz recht teuer, aber so bequem hab ich schon lange nicht mehr Wäsche gewaschen.
Am Nachmittag kommt dann doch noch die Sonne raus und wir machen uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Wir lösen ein 24h-Ticket, Kinder unter 6 fahren umsonst. Glück gehabt! Der Bus bringt uns zur Metrostation und dann sind es nochmal 7 Stationen unter der Erde. Sehr tief unter der Erde. Die Rolltreppen scheinen endlos und sind ganz schön steil.
Wir steigen direkt am Parlamentsgebäude auf der Pest-Seite aus und staunen erstmal nicht schlecht. Da hat sich ja jemand mal richtig müde gegeben. Nicht kleckern, sondern klotzen heißt es hier.
Und dann sind wir wieder am Wasser. An der Donau. Wir geben ihr schöne Grüße nach Rumänien auf den Weg. Und nach Belgrad, da haben wir es dieses Jahr nun nicht hingeschafft. 
Und dann bietet sich uns am Donauufer ein trauriges Bild. Dutzende Schuhpaare auf der Mauer stehen für die vielen Opfer der ungarischen Nazis, die auf Menschen an diesem Ort schossen. Nach dem Tod nahm
sie die Donau mit auf ihre Reise. Es sind Männer-, Frauen- und auch Kinderschuhe. Ein sehr berührender Anblick.
Auch Kinder blieben nicht verschont.
Auch Kinder blieben nicht verschont.
Wir laufen über die Kettenbrücke auf die andere Seite, Buda.
Wir kommen an einer kleinen Standseilbahn vorbei, die hoch zur Burg fährt. Das sieht schon wirklich witzig aus, aber 12€ für eine Minute fahren ist uns dann doch zu teuer. 
Also heißt es die vielen Stufen selbst in Angriff nehmen. Die Burg schauen wir uns nicht an, aber dafür die Fischerbastei. Das scheint ja auch das „Must see“ in Budapest zu sein, jedenfalls tummeln sich hier jede Menge Touristen aus aller Welt, uns eingeschlossen ;-)
Die Bastei ist aber auch wirklich schön anzusehen. Ich verschone euch mit geschichtlichen Details und lasse Bilder sprechen.
Von oben hat man natürlich einen tollen Blick auf die Donau und die Pest-Seite.
Ein Weltenbummler auf dem Weg nach Australien zaubert eine besondere Stimmung mit Seifenblasen. Da sind wir natürlich erstmal eine Weile beschäftigt und ein bisschen Geld spenden wir auch. Reisende müssen doch zusammen halten!!
Mittlerweile ist die Sonne untergegangen und wir machen uns zurück zur U-Bahn. 
Wir huschen nochmal kurz in ein Center und besorgen uns Handschuhe. Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, bekommt man nun doch kalte Hände. Bei mir geht es das ja schon bei 13 Grad los mit den Eisklotzfingern und scheinbar hab ich das weitervererbt.
So spät am Abend wollen wir nun auch nicht mehr kochen, in der City war es aber nicht gerade günstig, welch ein Glück das unser Campingplatz einen Kooperationsvertrag mit der Studentenmensa nebenan hat und so gehen wir heute mal für einen schmalen Taler im Studentenwohnheim essen :-))
Und das ist eigentlich wirklich ganz gemütlich hier. Die haben sogar ein kleines Schwimmbad, eine Bar, einen Billardraum, ach ja Student müsste man sein....
Und auch der 2. Tag in Budapest gefällt uns gut.
Diesmal geht es mit Bus und Metro zur alten Markthalle. Schöne Dinge gibt es hier zu kaufen, aber alles mit Touri-Aufschlag. Danach schlendern wir noch durch die Flaniermeile. Auch hier finden wir Lampen, die wir in der Türkei für 8€ gesehen haben, hier kosten sie 33€. Hui!!!
Dann geht es auf der ältesten U-Bahnlinie Budapests in den Stadtpark. Übrigens nach der Londoner Metro die 2. älteste der Welt. 1896 nahm sie hier Fahrt auf. Sie liegt auch nur ein paar Meter unter der Erde und ist total laut, aber ein tolles Erlebnis.
Im Park sind wir dann eine Weile beschäftigt, natürlich gibt es hier auch Spielplätze. 
Nun probieren wir auch noch die Straßenbahn aus und kommen am Nachmittag auf unserem Campingplatz an.
Budapest hat uns wirklich gut gefallen. Es ist eine ganz moderne Stadt in barocker und historischer Kulisse. Auffallend war hier die Kinderfreundlichkeit. In jedem öffentlichen Verkehrsmittel sind die Leute sofort aufgesprungen, damit sich die Kleinen hinsetzen konnten.
Budapest lohnt sich auf jeden Fall!

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Kommentare: 2
  • #1

    Manu (Donnerstag, 04 Oktober 2018 18:45)

    Na , da seid ihr ja schon auf Großstadt ein bisschen eingestimmt. An die Rolltreppen kann ich mich noch gut erinnern......Denk an Euch

  • #2

    Basti-Oma (Freitag, 05 Oktober 2018 12:05)

    Tolle Bilder von Budapest, muß wirklich schön sein.Es ist eine Reise wert.Bleibt gesund und weiter eine gute Fahrt.ganz liebe Grüße eure Oma