Gelandet in Bangkok

Ach du Schreck, jetzt geht’s los! Wir können es immer noch nicht fassen, freuen uns auf der einen Seite, denken aber wehmütig an die letzten bequemen Wochen. Wir kannten uns aus, hatten Routine und vor allem viel Unterstützung. Nun heißt es wieder nur zu viert durch die Welt tingeln und die Komfortzone zu verlassen.
Zunächst nutzen wir aber noch unseren privaten Flughafenshuttle :-)
Dann wird eingecheckt und die letzten Abschiedstränchen verdrückt. 
Bei der Personenkontrolle vergessen wir mal wieder unsere GoPro-Kamera. JA! Genau die, wegen der wir extra nochmal nach Ungarn gefahren sind.... Diesmal ist es aber endgültig. Es fällt uns leider erst in Russland auf. 
Unser Flug nach Moskau hat Verspätung, aber wir bleiben entspannt, wir haben genug Zeit zum Umsteigen. Mit Blick auf die Startbahn wird uns auch nicht langweilig.
Und dann geht’s ab in die Luft. Zum ersten Mal für die Jungs, aber die nehmen‘s wie alte Hasen. Sind überhaupt nicht aufgeregt, nur neugierig und stecken alles prima weg.
In Moskau angekommen ist es dann schon dunkel, kalt und ziemlich voll. Wir wuseln durchs Flughafengelände und kurze Zeit später sitzen wir schon in der großen Maschine, die uns nach Thailand bringen wird.
Nun sollen nochmal 8 Stunden vergehen, aber leider nicht so entspannt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es gibt zwischendurch heftige Turbulenzen, wir werden ganz schön durchgerüttelt. Also lustig ist das nicht gerade, mir geht die Muffe. An Schlaf ist leider auch nicht so recht zu denken, die Kinder schaffen‘s auf 4 Stunden, Benni und ich kommen vielleicht eine Stunde zur Ruhe. Und warum um 1 Uhr nachts russischer Zeit (deutsche Zeit 23 Uhr) Frühstück serviert wird, obwohl wir noch 3 weitere Stunden fliegen, begreife ich immer noch nicht. Zumal es Abendessen 22 Uhr gab. Ich bekomme keinen Bissen runter, aber um uns herum wird fleißig gemampft. Keine Ahnung, wie die jetzt was runter kriegen können.
Nun gut, irgendwann wird es wieder hell und der Landeanflug beginnt. Wir haben nochmals 4 Stunden gut gemacht, sind euch jetzt also 6 Stunden voraus.
Der große, schwere Vogel landet ohne weitere Zwischenfälle und dann geht’s eigentlich recht entspannt zu am Flughafen. Da wir mit Kindern unterwegs sind, dürfen wir an einem extra Schalter schneller durch die Passkontrolle. Dann können wir unser Gepäck unversehrt vom Band nehmen. Gleich auf dem Flughafen heben wir Geld ab und besorgen uns eine SIM-Karte. Nun sind wir vorbereitet und begeben uns zum Taxi-Stand. Dort erwartet uns dann die Realität. Die schwüle Hitze klatscht uns entgegen. Das Taxi hat eine Klimaanlage und so können wir entspannt unsere ersten Eindrücke gewinnen. Natürlich stehen wir überwiegend im Stau, kein Wunder bei 15 Millionen Einwohner. Was für eine riesige Stadt. Wir sind froh, uns nicht mit dem Womo durch diesen Verkehr zu quälen, trauern aber auch den Ländern hinterher, die wir jetzt zwischen Armenien und Thailand verpasst haben. Zu sehen, wie sich Landschaft, Kultur und Menschen nach und nach verändern, ist das interessanteste auf einer Reise, was beim Fliegen leider völlig kaputt geht.
Total erledigt checken wir in unserem Hotel ein und sind erstmal erleichtert. Hier ist es gemütlich, sauber, der Pool ist top, wir sind nah am Geschehen, aber dennoch ist es ruhig an einem kleinen Kanal gelegen. Wir werden sehr freundlich empfangen und hauen uns erstmal eine Runde aufs Ohr. Gleich am Nachmittag erkunden wir dann noch die Umgebung und ja doch, wir finden es cool hier. Trotz des Trubels wirkt alles entspannter. Der Pool wird natürlich auch noch getestet und für prima befunden. Am Abend schlemmen wir dann unser erstes thailändisches Essen weg und plumpsen müde in die Betten.
Hier lässt es sich aushalten.
Hier lässt es sich aushalten.
Der Jetlag hat uns noch etwas im Griff, aber am nächsten Morgen machen wir uns zu Fuß in die Khasoan Road, DIE Backpacker-Meile von Bangkok. Wir schlendern einmal durch, aber dann ist auch gut. Auf Party sind wir nun nicht gerade aus und uns tagsüber übers Ohr hauen zu lassen brauchen wir auch nicht. Aber auf dem Weg hin und zurück tauchen wir mehr ein und entdecken allerlei Interessantes. Jede Menge wilder Tuk Tuk-Fahrer, Warane, Fische im Fluss, in Pflanzenkübeln oder auch im Glas, Streetfood ohne Ende und wir probieren frische Kokosnussmilch.
Auf der Khaosan Road.
Auf der Khaosan Road.
Tuk Tuk
Tuk Tuk
Streetfood
Streetfood
An die Hitze haben wir uns schnell wieder gewöhnt und auch das Essen ist super lecker. Die Kinder sind noch etwas skeptisch, aber was für ein Glück, es gibt doch Pommes hier!! Überhaupt ist Thailand sehr kinderfreundlich. Klar sind die blonden Jungs begehrt, aber man bekommt überall gleich einen Hochstuhl, Malsachen und so viele lächelnde Gesichter. Nur der Straßenverkehr! Junge, Junge! Die Mopedfahrer sind einfach ÜBERALL!
Bangkok ist eine riesige Metropole mit jeder Menge moderner Hochhäuser und dennoch wirkt es irgendwie dörflich und bescheiden.
Auf der Dachterasse.
Auf der Dachterasse.

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Kommentare: 2
  • #1

    Tante jule (Dienstag, 30 Oktober 2018 15:13)

    Wow jetzt seid ihr in Thailand... so weit weg. grad ward ihr noch bei uns zu Besuch.
    Und alles ist plötzlich wieder ganz anders.
    Und was für ein glück, es gibt Pommes :D
    Klaasis Leben ist gerettet :D

    Ich gebe mein bestes eure GoPro noch zu retten ;)

  • #2

    manuela (Dienstag, 30 Oktober 2018 16:04)

    Danke für die ersten Eindrücke. Ich bin begeistert. Und ich gebe Jule recht-gerade noch in Berlin und jetzt in Thailand-wunderbar. Ich denke an Euch.