Mit Kind und Kegel

Heute geht die Reise weiter. Nun also das erste mal Rucksäcke gepackt, Turnschuhe geschnürt, Kinder an die Hand und los geht’s. Direkt erstmal ein Taxi angehalten :-)
Das bringt uns dann zum Hauptbahnhof von Bangkok. Dort angekommen, reihen wir uns in die Ticketschalter ein und buchen unsere Fahrt. Es ist auffallend still im Bahnhofsgebäude. Das ist faszinierend, denn es sind nicht gerade wenig Leute dort, aber es redet einfach niemand. Wirklich keiner.
Wir haben die Wahl zwischen dem Special-Express oder der Holzklasse. Nun ja, sparsam wie wir sind entscheiden wir uns für die 3. Klasse und zahlen 1,20€. Für alle 4 Tickets zusammen!!! Der Special-Zug hätte uns 36€ gekostet. Also das nenn’ ich mal ne Wahnsinns-Ersparnis. 
Ok, zugegeben sah der teurere Zug etwas luxuriöser aus, wahrscheinlich hätte er sogar eine Klimaanlage gehabt. Aber es reicht auch, wenn alle Fenster auf sind und der Deckenventilator läuft. Es ist zwar total laut, man versteht sein eigenes Wort kaum, geschweige denn das der schlecht englisch sprechenden Thais, aber heiß ist uns zumindest nicht.
Und so rumpeln wir los, der Zug wird immer voller, aber wir können unsere Sitzplätze behaupten. Mit maximal 60 km/h geht’s noch eine Weile durch Bangkok und dann vorbei an Reisfeldern in ländlichere Gefilde. 
In Ayutthaya (ich musste es auch ein paar mal lesen, bis ich es aussprechen konnte) steigen wir dann nach knapp 2 Stunden Fahrt aus. Vorbei an Tuk Tuk, Taxi und sonstigen aufdringlichen Leuten laufen wir zum Pier, an dem uns eine kleine Personenfähre auf die andere Seite des Flusses bringt.
Nun heißt es noch 1,2 Kilometer laufen bis zum Hotel. Das klappt dann mehr schlecht als recht. Naja, wäre ja auch zu einfach gewesen. Immerhin hat eine fliegende Händlerin Mitleid mit uns und schenkt uns 4 große Becher mit „keine Ahnung was das für ein Zeug ist“. Eine Mischung aus Sirup, Kokosmilch und glitschigen Gummiwürmern, die man dann durch den Strohhalm saugt. Wir bedanken uns herzlich und stehen mit 6 Rucksäcken, 2 quengelnden Kinden und 4 Bechern gefüllt mit der Wurmbrühe am Straßenrand. Aber irgendwie kommen wir dann doch noch an.
Und das Hotel ist wirklich richtig toll! Wir fühlen uns sofort wohl und staunen über das extravagante Zimmer. Bilder folgen. Wir beschließen direkt unseren Aufenthalt von 2 auf 4 Nächte zu verlängern und das klappt problemlos.
Nach einer Pause stiefeln wir los Umgebung erkunden. Der erste Weg führt zum 7/11, ein kleiner Supermarkt, den es hier überall in der jeder Straße gibt. Wir laufen an einem Boxstudio vorbei und werden sofort hineingebeten. Der freundliche Boxlehrer lässt uns zuschauen, wie er mit einem vielleicht 7-jährigen trainiert. Dann müssen Lenny und Klaas ran. Nach anfänglicher Skepsis macht es ihnen aber doch richtig Spaß und noch den ganzen Rückweg üben sie Ninjago-Sprünge.
Wir schlendern noch durch die Straßen, essen Abendbrot und trudeln im Dunkeln wieder in unserem schönen Zimmer ein. Morgen ist dann wieder Kulturprogramm angesagt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Manu (Samstag, 03 November 2018 05:57)

    Hallöchen, es war mir eine Freude den Blog zu lesen. Habt auch dort eine gute Zeit. Liebste Grüße