Auf der Wanlapa Farm

Wir sind hin und weg von der Wanlapa Farm, auf der wir uns einquartiert haben. Wir genießen die Ruhe auf dem Land, machen Pause von den quirligen Städten Thailands und entdecken Natur und Tiere. Wir werden herzlich aufgenommen in der Familie und erfahren viel vom thailändischen Leben.
Dat (ich bin mir leider nicht ganz sicher, ob sie wirklich so heißt ;-)) und ihr Mann erzählen uns von einem Pool in der Nähe und sie würden uns auch gern dorthin bringen. Wir fahren also in die nächstgelegene kleine Stadt und dort auf das Gelände der Air Force, also der Luftwaffe. Das kommt uns zwar etwas seltsam vor, aber wird schon seine Richtigkeit haben. Und tatsächlich! Ein richtiges Schwimmbad und das ganz für uns allein. Ziemlich cool!
Nachdem sie die Kinder Piem und Lotom von der Schule abgeholt haben, werden auch wir wieder abgeholt und wir gehen alle gemeinsam auf den nächsten Spielplatz.
Der nächste Vormittag verläuft wieder ganz entspannt. Für den Abend ist ein gemeinsamer Ausflug geplant. Diesmal fahren wir zusammen Piem und Lotom abholen und bekommen einen Eindruck von einer thailändischen Schule. Es ist ein großer Komplex mit vielen Gebäuden. Das Lernen findet sowohl draußen, als auch drinnen statt. Es gibt sogar ein Schwimmbecken. An den Wänden finden wir Basteleien von Schneemännern und Eskimos. Dat erzählt, dass Thailänder die Kälte lieben und viele gerne Schnee sehen würden. Es gibt sogar Hallen mit Kunstschnee, in denen man Ski fahren kann.
Das erklärt vielleicht auch, warum es überall Klimaanlagen gibt. Ständig wird alles runtergekühlt, man bekommt eiskalte, fast gefrorene Getränke serviert. Der Schock ist jedesmal groß, wenn man das Hotel oder den Laden verlässt. 
Nachdem wir noch drei andere Kinder eingesammelt haben, machen wir uns alle auf den Weg zur Bat-Cave. Wir sind nun zwar mit 2 Autos unterwegs, aber mit 12 Personen wird auch das eng. Geht aber!
Nach einer knappen Stunde Fahrt kommen wir an dem menschenleeren, riesigen Parkplatz an, dafür erwartet uns wieder eine Horde von Affen, die es sich hier bequem gemacht hat.
Affen gelten als Beschützer des Buddhas, wenn ich das richtig verstanden habe und somit darf ihnen kein Leid zugefügt werden.
Wir bewaffnen uns trotzdem alle mit Stöcken, nur für den Fall :-)
Wir stapfen die 150 Stufen hinauf, die Affen sind uns gnädig und haben wohl keine Lust uns hinterher zu latschen. Aber ein beißender Geruch steigt uns in die Nase, Dat reibt allen Öl unter die Nase.Das brennt wie Hölle, macht aber den Gestank erträglicher.
Auf der Hälfte des Weges machen wir Halt und schauen in ein riesiges Loch. In dieser Höhle leben über eine Million Fledermäuse. Da kommen also die Duftwolken raus. Wir können bereits am Höhleneingang unzählige entdecken und vor allem fiepen hören. Aber es soll noch besser kommen. Wir gehen weiter nach oben und stehen nun oberhalb des Höhleneingangs. Und dann nimmt das Spektakel seinen Lauf. Eine fliegt los in und alle hinterher. 1 Million! Was für ein unfassbarer Anblick. Der Strom nimmt kein Ende und breitet sich nach und nach über den Himmel aus. Wir sind total fasziniert von diesem Naturschauspiel. Im Video werdet ihr es später besser sehen können.
Eine halbe Stunde vergeht, doch die Fledermäuse scheinen nicht weniger zu werden. Wir machen uns wieder auf den Rückweg und sind dankbar, dass wir das erleben durften.
Da heut Freitag ist, fahren alle gemeinsam zurück auf die Farm und dort herrscht dann eine ausgelassene Stimmung. Wir genießen zusammen das thailändische Essen, sogar die Jungs sind heut etwas experimentierfreudiger, als sie sehen, was die Thai-Kinder so essen. Danach wird gemeinsam IPad gespielt, aber auch Fange und wir bringen ihnen „Schwarzer Peter“ bei. Was für ein schöner Abschluss.
Dat und ihr Mann bringen uns am nächsten Morgen noch bis nach Lopburi, obwohl wir eigentlich mit dem Zug fahren wollten, aber so können wir es morgens etwas gemütlicher angehen lassen.
Wir verabschieden uns und warten auf unseren Zug. Diesmal haben wir uns für den teuren Zug entschieden, den Special Express. Der bringt uns nämlich in 2 Stunden 45 Minten an unser Ziel, der Bummelzug hätte über 5 Stunden gebraucht. Mit Kleinkindern ein nicht unerheblicher Zeitunterschied. Dafür berappen wir zwar 30€ mehr, aber das ist es uns wert. Im Zug ist es dann natürlich auch etwas bequemer, als in der 3. Klasse, es gibt Mittag, also nur für Benni ;-) und die Klimaanlage kühlt uns auf Schockstarre runter. Brrrr.....!!!
In Phitsanulok angekommen, nehmen wir uns ein Tuk Tuk zum Busbahnhof. Der möchte uns gleich direkt weiterfahren nach Sukothai, aber das ist uns doch zu teuer. Und über eine Stunde im Tuk Tuk auf der Schnellstraße zu sitzen, erscheint uns dann doch nicht sonderlich attraktiv. Am Busbahnhof kaufen wir dann unsere Tickets nach Sukothai (für viieel weniger Geld) und fahren nochmal eineinhalb Stunden mit dem Bus. Ein großes Lob an dieser Stelle an Lenny und Klaas, die alles problemlos mitmachen!
In Sukothai-Neustadt angekommen, rufen wir in unserem Hotel an. Wir hatten vorher per E-Mail gefragt, ob sie uns vom Bahnhof abholen. Man wird ja schlauer mit der Zeit, ne?! 10 Minuten später kommt dann auch schon jemand und schwupp sitzen wir im Pool. Auch hier haben wir wieder ein nettes Plätzchen erwischt. Die Kinder drehen jetzt zwar ganz schön am Rad, aber wir freuen uns, dass die ganze Anreise heute wieder so gut geklappt hat :-)

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Kommentare: 1
  • #1

    Kathrin (Sonntag, 11 November 2018 21:57)

    Als wäre man dabei � Vielen Dank gür die tollen Eindrücke �