Angkor Teil 1 und Happy Birthday!

Angkor. Das Köngreich der Khmer. Weltkulturerbe und 8. Weltwunder. Bekannt für seine Baukunst der Khmer. Einzigartige Tempelanlagen. Mehrere Haupstädte wurden errichtet. Bis heute wurden bereits über 1000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt. Es gibt Vermutungen, dass im Großraum Angkor zu Höchstzeiten bis zu einer Million Menschen auf 1000 qkm gelebt haben.
Bereits 5000 v.Chr. siedelten sich hier Menschen an und im 9. Jhd. begannen die umfangreichen Bauarbeiten, die noch heute seine Besucher in den Bann ziehen.
Wir lassen den Vormittag entspannt angehen, drehen unsere Runde durch die Stadt, baden im Pool, essen Mittag und fahren dann mit unserem Tuk Tuk los. Zunächst müssen wir unsere Tickets kaufen, dafür gibt eigens errichtete Zentren außerhalb der Tempelanlagen. Unzählige Schalter und ein riesiger Parkplatz für Busse, die ganze Menschenmassen ausspucken. Da wir erst mittags los sind, ist es leer. Aber man kann erahnen, wie es hier am Morgen aussehen muss. 
Wir kaufen uns ein 3-Tagesticket, welches innerhalb von 7 Tagen eingelöst werden kann. Stolze 124 US-Dollar blechen wir dafür und die Kinder waren sogar noch gratis.
Warum eigentlich Dollar? Nun ja, Kambodscha vertraut nicht auf seine Landeswährung den Riel und bevorzugt den stabilen US-Dollar. Bezahlen kann man in beiden Währungen, wir haben auch beides in der Geldbörse. Manchmal kommt man günstiger mit Riel, mal mit Dollar. Gar nicht so einfach. Da auch keine Cent-Münzen im Umlauf sind, bekommt man Restgeld in Riel wieder. Dementsprechend zahlen wir manchmal einen Betrag auch in Dollar und in Riel. Kompliziert, aber man gewöhnt sich daran.
So nun aber weiter! Wir tuckern immer weiter raus aus der Stadt und fühlen uns bald wie im Dschungelbuch. Lauter Krach dröhnt von den riesigen Bäumen, Insekten und Vögel geben ununterbrochen Konzerte. Affen sitzen am Wegesrand, die Tempel gucken aus dem wilden Grün, Elefanten laufen über die Straße.
Wir besuchen heute Angkor Thom.
Im 12. Jhd. begann König Jayavarman VII. mit dem Bau einer neuen Hauptstadt des Khmer-Reiches. Im Zentrum wurde der Haupttempel errichtet, der Bayon. Das 2. bekannteste Bauwerk Angkors. Nachdem das Khmer-Reich im 15. Jhd. besiegt wurde durch das Thai-Königreich Ayutthaya (Ja, gut aufgepasst! Da waren wir auch schon.), geriet der Tempel, wie viele andere, in Vergessenheit. Erst im 19.Jhd. begannen Forscher sich wieder dafür zu interessieren. 
Das Besondere sind die 216 Gesichter, denen man nicht entkommen kann, wenn man auf der Anlage umherwandelt.
Wir laufen weiter auf dem großflächigem Gebiet umher und entdecken noch viele weitere interessante Bauwerke und Mönche, die hier spazieren gehen. Mönche sind im Stadtbild in Thailand und Kambodscha alltäglich. Bisher habe ich noch kein Bild hochgeladen von ihnen. Wieso? Ich möchte sie eigentlich nicht fotografieren. Aus Respekt. Für euch habe ich aber eine Ausnahme gemacht, es spiegelt einfach so eine Ruhe und Frieden wieder, gerade hier in Angkor.
Die Liebe zum Detail ist beeindruckend. Unvorstellbar, welch Arbeit hier geleistet wurde.
Dschungeltigerbaby gesichtet
Dschungeltigerbaby gesichtet
Übrigens wartet unser Tuk Tuk Fahrer die ganze Zeit auf uns. Wir sind bestimmt 2 Stunden beschäftigt und als wir am vereinbarten Treffpunkt ankommen, springt er sofort hastig auf, obwohl er gerade beim Essen ist. Wir winken natürlich schnell ab und tun so, als ob wir uns noch etwas angucken wollen, obwohl uns die Füße qualmen und der Schweiß den Rücken runterläuft. Uns ist die Situation unangenehm. Aber es ist hier so üblich, sich einen Fahrer zu mieten und der fährt dich dann den ganzen Tag rum, wohin du willst. Generell hat man hier das Gefühl, der reiche Weiße zu sein.Wir fühlen uns in dieser Rolle überhaupt nicht wohl und versuchen, den Menschen hier genauso viel Respekt entgegen zu bringen, wie wir es auch erwarten. Allerdings fällt es schwer, immer lächelnd, aber dankbar abzulehnen, wenn dich der Hunderste Tuk Tuk Fahrer fragt, ob du mitfahren willst oder du gebeten wirst, was an diesem Stand zu kaufen oder dir alle paar Meter eine Massage angeboten wird. So geht es leider den ganzen Tag. Nicht aufdringlich, aber auf Dauer doch eben nervig.
Mittagspause im Tuk Tuk
Mittagspause im Tuk Tuk
Wir machen uns also wieder auf den Weg zum Hotel und sehen noch einmal die Elefanten, die auch hier zum Transport genutzt werden.
Am Abend schlendern wir wieder durch das bunte, laute Siem Reap, um uns unser Abendessen zu besorgen und die Stadt auf uns wirken zu lassen, die gefühlt nur aus Touristen und Menschen, die an ihnen Geld verdienen wollen, besteht.
Streetfood Deluxe mit Sitzgelegenheit
Streetfood Deluxe mit Sitzgelegenheit
Heute hat Lenny Geburtstag!!! :-)))
Happy Birthday in Kambodscha, Lenny!
Happy Birthday in Kambodscha, Lenny!
Da steht natürlich kein Programm an, sondern Lenny is the boss today. Das heißt, erstmal werden alle Geschenke ausgepackt, aufgebaut, ausprobiert. Damit sind wir eine Weile beschäftigt. Dann machen wir uns auf den Weg in die Stadt und kaufen eine super Geburtstagstorte.
Wir gehen auch wieder auf den täglichen Markt, auf dem wir unser Obst und Gemüse kaufen. Um dahin zu gelangen, muss man allerdings an Dutzenden Fleisch- und Fischständen vorbei und ich versprech euch, bei dem Geruch vergeht euch alles. Und das sagen 2 Krankenpfleger, die so einiges aushalten können.
Zurück am Hotel war der Roomservice da. Auch so eine Sache, die mir unangenehm ist. Wenn andere Leute uns hinterher räumen. Von daher versuchen wir soviel wie möglich selbst in Ordnung zu halten und lehnen auch oft den Service ab und lassen nur den Müll mitnehmen. Wer nimmt sich zu Hause schon jeden Tag neue Handtücher oder bezieht alle 2 Tage sein Bett frisch. Also ich nicht! Und die Mädels freuen sich auch, wenn sie bei uns Zeit sparen können. 
Heute haben sie sich aber wirklich was ganz Besonderes ausgedacht. Wir freuen uns riesig über das wirklich liebevoll mit Gräsern und Blumen dekorierte Bett. Total süß!!!
Danach ist Poolzeit und Abhängen angesagt.
Der Abend endet im Pizzaladen. Was für eine Überraschung, wenn Kinder aussuchen können, wo es hingeht. Die Pizza ist aber erstaunlich lecker, dafür dass wir hier weit weg von Europa sind und entsprechenden Lebensmitteln.
Und dann fängt es an aus Kübeln zu gießen. Wir stehen noch eine Weile vor dem Laden, geben aber irgendwann auf und laufen los. Rennen schnurstracks zum Eisverkäufer und besorgen Nachtisch. Den können wir dann zumindest überdacht verputzen.
Lenny hatte einen tollen 6. Geburtstag und wir freuen uns mit ihm, vor allem, dass er glücklich ist, auch ohne Riesenparty und Bergen an Geschenken.

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Kommentare: 2
  • #1

    Jule (Donnerstag, 29 November 2018 17:07)

    Woop woop
    Happy Birthday Lenny (:
    So einen tollen Geburtstag... wann hat man sowas schon!? Richtig schön habt ihr es dort. Wirklich schöne Tempelanlagen und tolle Märkte mit viel Gestank :D
    Viel Spaß euch noch und guten Appetit bei der nächsten Pizza- wenn die so gut war, dann wird es sicher nicht die letzte gewesen sein ;)
    Liebste Grüße
    Jule + Patti + Klothilde :P

  • #2

    Ingo HKP (Dienstag, 18 Dezember 2018 16:46)

    Happy birthday nachträglich!!! Beneide euch sehr; auch ein „ once in a lifetime must have seen „ von mir und de Perle!! Wünsch euch weiterhin unvergesslichen Trip!!! Glück auf :)