Von Siem Reap zurück nach Thailand

Ein Tag in Siem Reap liegt wieder hinter uns und es hat sich nichts verändert. Haha! Das gleiche Essen, die gleichen Tuk Tuk Fahrer, die dich auf Schritt und Tritt verfolgen, die gleiche Hitze.
Wir verbringen den Tag im Hotel und am Pool. Gehen zum Markt und besorgen uns frisches Obst, Gemüse und Nüsse. Und am Abend eine letzte Runde Streetfood hier in Kambodscha. Zum Nachtisch gibt es Fried ice rolls. Das haben wir bisher auch nur hier in Siem Reap gesehen und gegessen. Bald gibt es dazu ein Video, wie das gemacht wird. Wir geben zu, wir hängen ein bisschen hinterher mit den Videos. Geloben aber Besserung.
Hier ist übrigens auch Weihnachtsfieber ausgebrochen. Und es wird auch wirklich gefeiert von ein paar Kambodschanern. Das ist nicht nur für die Touristen. Komisch, komisch! Naja, lässt sich eben vermarkten.
Nun ist sie also vorbei die Zeit in Kambodscha. Dreieinhalb Wochen liegen hinter uns. Definitiv ein Überraschungsei, denn wir wussten vorher nicht viel über dieses Land oder was uns erwartet. Und das ist gut so. So nehmen wir alles vorurteilsfrei auf und machen uns selbst ein Bild in jedem Land. Kambodscha ist auf jeden Fall ein Land, was mich nachhaltig beeindruckt und prägt. Wir setzen uns auf unserer Reise mit vielen Themen auseinander was Umwelt, Ernährung, Politik, Erziehung und vieles mehr betrifft. Aber besonders Kambodscha hat mir nochmal eine andere Sicht auf manche Dinge beschert, was man zu Hause vielleicht gar nicht begreifen kann oder möchte. Ich hoffe, ich habe in den letzten Blogs genug Eindrücke vermitteln können, aber hier selbst vor Ort zu sein, ist natürlich ganz anders. Zu oft ist die Kamera nicht schnell genug zur Hand oder manche Dinge, die ich schreiben wollte, fallen mir erst später ein.
Können wir Kambodscha als Reiseland empfehlen? Puh, schwierig. Wir wissen, unsere Leserschaft ist breit gefächert. Von Ostseeurlaubern bis Weltreiseprofis ist alles dabei (Danke an dieser Stelle an Fr. Friedrich und Michel für die Reisetipps!). Für Kambodscha sollte man schon reiseerfahren sein oder sich hier vielleicht einer geführten Tour anschließen, wer nicht so viel Erfahrung hat. Aber man muss eben mit vielen Dingen leben, die vielleicht nicht so schön sind. Da wäre die Müllproblematik, das Verhandeln mit den Fahrern, allerlei Getier, was sich in deinem Schlafgemach befindet, Stromausfälle, braunes Wasser aus der Leitung, unhygienische Verhältnisse auch bei der Lebensmittelzubereitung, schlechte Organisation, wilder Verkehr, Abzocke in Angkor. Gut, ich muss zugeben, dass hört sich doch eher negativ an, aber die vielen freundlichen Gesichter machen es wieder wett. Ebenso die Projekte, die es sich lohnt, als Tourist zu unterstützen. Denn da steckt viel Herzblut von allen Beteiligten drin. Und so kann es Stück für Stück weiter bergauf gehen. Hoffentlich! Und einfach diese Entspanntheit, die hier herrscht. Leben und leben lassen! 
Allerliebst werden wir im Hotel wieder verabschiedet. Sollten wir nochmal hierher kommen, auf jeden Fall wieder in dieses Hotel. Wir können es nur weiterempfehlen. Während unserer letzten Runde durch Siem Reap wird uns doch bewusst, dass es uns fehlen wird. Etwas wehmütig nehmen wir Abschied, aber freuen uns auch sehr auf Thailand.
Und dann heißt es mal wieder Reisen. Nach der Tuk Tuk Fahrt geht es ins Flughafengewimmel. Aber alles klappt problemlos, der Flug dauert gerade mal 45 Minuten. Ganz schöne Hektik für die Flugbegleiter alles abzuarbeiten. Und Bumms, setzen wir in Bangkok auf. Alle Formalitäten werden erledigt und schon sitzen wir in unserem geliebten Bummelzug für ein paar Cent Richtung Innenstadt. Puh, ist das heiß hier. Das hatten wir irgendwie ganz vergessen. Die letzten Wochen waren in Kambodscha eigentlich ganz angenehm.
Am Hauptbahnhof angekommen, brauchen wir erstmal eine Stärkung. Wir greifen auf Altbekanntes zurück!
Zu unserer Verteidigung: Wenn man 6 kauft, bekommt man nochmal 6 gratis dazu. Wer kann da schon nein sagen? Keine Sorge, irgendwie werden die dann schon alle ;-)
Danach geht es im Taxi zum Busbahnhof, um Tickets für morgen zu kaufen und danach zum Hostel. Es sind insgesamt nur 8 Kilometer, aber wir brauchen 1 1/2 Stunden. Wer sich über Berliner Verkehr aufregt, war noch nicht in Bangkok unterwegs.
Da Klaas Dank des Staus Mittagsschlaf bis 17 Uhr gemacht hat (die Eltern unter euch wissen, was das bedeutet), beschließen wir abends nochmal loszuziehen. Ach endlich mal wieder eine Mall besuchen. 
A: Klimatisiert
B: Abendessen 
C: Decathlon
Ihr denkt mittlerweile wahrscheinlich, wir sind auf Weltreise, um in jedem Land Decathlon zu besuchen. Naja fast! Wir brauchten unbedingt solche UV-Shirts für die Kinder. Denn am Strand hast du das Gefühl im Backofen zu sitzen und siehst danach auch so aus.
Auftrag erledigt! Gegen 22 Uhr sind wir dann endlich im Bett, das war ja nun heute doch ein langer Tag!
Am nächsten Morgen gibt es dann mal selbstzubereitetes Frühstück durch uns in der Hostelküche. Das besteht dann aus „Vollkorn“-Toast, Kiri-Frischkäse (!!) und Joghurt. Dann heißt es wieder Rucksäcke packen, ab ins Taxi und zum Busbahnhof. Nach 3 1/2 Stunden sind wir in Ban Phe, östlich von Bangkok.
Dort gibt es mehr Boote als Menschen, aber wir finden das Passende für uns und los geht’s. 9 andere Leute sind mit uns im selben Speedboot und nach 10 Minuten haben wir bereits Koh Samed erreicht. Nun heißt es wieder, alle verteilen. Unterwegs retten wir noch ein anderes Speedboot, welches sich im Sand festgesetzt hat. Das dauert eine ganze Weile, aber irgendwann klappt es. Wir müssen zugeben, wir sind zu Beginn etwas geschockt von der Insel und vermissen auf Anhieb Koh Rong. Menschen über Menschen. Eine Bungalowanlage neben der nächsten. Jetskis düsen durchs Meer. Hier steppt der Bär. Genau was wir wollen NICHT! Zum Glück kommen zwischendurch immer wieder felsige Abschnitte, sonst wäre die Insel wohl total zugebaut. Aber je weiter wir uns vom Hauptpier entfernen, um so ruhiger wird es. Wir sind mal wieder die letzten im Boot und finden es dann doch noch ganz nett an unserem kleinen Strand.
Heute ist Vollmond. Und der präsentiert sich uns auch von seiner schönsten Seite. Auf Thailand‘s Inseln bedeutet das Fullmoon-Party. Berühmt, berüchtigt. Wir sind zum Glück weit genug entfernt vom Partyvolk, Musik schallt abends bis zu uns rüber, aber mehr auch nicht. 
So, ihr Lieben! Wir melden uns in ein paar Tagen wieder. Ich denke, über Weihnachten habt ihr eh anderes zu tun, als unseren Blog zu lesen. Wir basteln fleißig weiter an neuen Videos, genießen das Inselleben und ihr habt bitte alle ein schönes Weihnachtsfest! Ho ho ho!

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Kommentare: 1
  • #1

    Manu (Montag, 24 Dezember 2018 12:41)

    Schöner Bericht � . Auch ich wünsche Euch schöne Tage mir vielleicht einem sanften Hauch von Weihnachten. Knutschi für alle