Koh Lanta Teil II

Die letzten Tage sind dann leider einige unserer Reisegruppe angeschlagen. Rainer hat sich eine fiese Ohrenentzündung zugezogen und Simon liegt mit Magen-Darm flach. Für das Ohr finden wir einen Arzt, der Rainer behandelt und jede Menge Tabletten verschreibt. Damit ist die Sache  schnell im Griff. Aber Simon fällt 2 Tage aus.
Aber am Montag können wir noch einen schönen Tag verbringen. Mit dem Roller geht’s einmal um die Insel. Dabei entdecken wir eine Minigolfanlage. Eine nette Abwechslung zwischendurch.
Am Nachmittag geht es dann für die 3 Abenteuerlustigen wieder in den Dschungel. Es gilt eine Höhle zu erforschen. Die größte Höhle von Koh Lanta ist die Khao Mai Kaew Cave. Diese ist nur mit kundigem Führer zu betreten. Der kostet natürlich ein paar Taler, aber was soll’s. Im Nachhinein sind wir sehr froh darüber, nicht alleine durch die Höhle gestreift zu sein.

Wir haben Glück und sind die Einzigen. So ziehen wir also zu 4. durch den Dschungel auf und ab mit Kletterpassagen zwischendurch. Schwitzen gehört ja mittlerweile zur Tagesordnung. Wir sind ziemlich flott unterwegs und nach einer knappen halben Stunde kommen wir an einer Felswand an. Wir bekommen jeder eine Stirnlampe und fragen uns, wo denn jetzt der Höhleneingang ist. Na direkt vor uns! Hä? Durch dieses kleine Loch sollen wir uns quetschen? Jap! Ganz genau!
Und dann wird’s spannend. Wir durchstreifen die Höhle mal über Leitern und über Brücken (damit sind wackelige Holzlatten gemeint), mal stehen wir in einem großen Raum oder langen Gang. Mal zwängen wir uns durch enge Felspalten, müssen uns tief ducken oder kriechen durch kleine Schlupflöcher. Das alles in absoluter Dunkelheit, nur die Stirnlampen auf dem Kopf. In einer großen Halle sind wir dann mutig und schalten unser Licht aus. Alles ist schwarz und totenstill. Aber nicht ganz. Es gibt einige Bewohner hier. Wir entdecken wirklich große, ekelige Spinnen und am Ausgang hängen jede Menge Fledermäuse an der Decke.
Nach einer Stunde kommen wir an einer anderen Stelle wieder ans Tageslicht gekrochen. Wow! Das war echt cool! Pitschnass geschwitzt treten wir den Rückweg an und fahren dann mit dem Roller zum Rest der Crew.
Übrigens gibt es auch hier auf Koh Lanta Kautschukplantagen. Die Baumrinde wird eingeritzt und der Milchsaft, auch Latex genannt wird in Behältern aufgefangen. Thailand ist der größte Produzent von Naturkautschuk. Und so sieht das Ganze aus.
Dienstag wird zum Ruhetag erklärt, aber Mittwoch geht es wieder los. Simon macht noch weiter Pause und der Rest düst los zu einem Wasserfall. Auch hier kann man sich einen Guide nehmen, aber wir machen das auf eigene Faust. Wieder geht es durch dichten Dschungel, mal am Fluss entlang, mal über den Fluss. Unterwegs gibt es eine kleine Höhle. Auch hier gibt es Fledermäuse und eine große Spinne können wir entdecken. Nach einer Dreiviertelstunde kommen wir am Wasserfall an, der allerdings nur so vor sich hintröpfelt. Klaas nutzt trotzdem die Chance und geht duschen und baden :-)
Ziemlich viele Leute sind hier unterwegs, einen Guide hätte es nun wirklich nicht gebraucht. 
Als wir mit dem Roller wieder nach Hause fahren, treffen wir noch auf 2 Elefanten, die Touristen auf ihrem Rücken durch den Dschungel tragen müssen. Wir denken an unseren Tag im Elefantencamp und an die Folgen für die Tiere. Was für ein Blödsinn! Warum wird es nicht einfach verboten? 
An unserem letzten Tag fahren wir dann alle gemeinsam zu den Mangrovenwäldern. Mangroven sind verholzende Salzpflanzen, die sich den Gezeiten im Küstenbereich angepasst haben. Durch die Wälder kann man hier eine Kajaktour machen. Unsere Gruppe teilt sich, der größere Teil erkundet die Gegend auf dem Wasser, der kleinere Teil zu Fuß und im Restaurant :-) Schön anzusehen, ist es aber von überall.
Tja und das war es dann auf Koh Lanta. Für uns war es eine tolle Insel, die alles geboten hat, was man so braucht. 
Ab morgen werden sich unsere Wege dann trennen. Für unsere 3 Mitreisenden geht es zurück nach Berlin und auch wir werden morgen Thailand nach insgesamt 8 Wochen den Rücken kehren. Ein schönes Land und Vieles werden wir vermissen, aber wir sind dann auch einfach fertig hier. Es gibt noch so viele andere Länder zu entdecken, aber es hat uns in jedem Fall bereichert.
Eine schöne Zeit geht auch mit der Familie zu Ende. Es waren tolle 3 Wochen, in denen wir viel erlebt haben und es graut uns ein bisschen vor den nächsten Tagen, in denen wir uns wieder daran gewöhnen müssen, allein zu reisen. Aber wir haben uns was Tolles vorgenommen. Etwas Neues, was wir so auch noch nicht gemacht haben. Wir sind gespannt!

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Kommentare: 2
  • #1

    Ulli (Donnerstag, 17 Januar 2019 18:14)

    Danke, war ja wieder spannend. Also ich bin auch gespannt und bleibe am Ball.
    Ich wünsche euch weiter eine schöne Zeit und den „Kurzurlaubern“einen guten Rückflug.
    Bitte lasst Magen/ Darm und Ohrenprobleme dort. So etwas brauchen wir hier nicht.
    Kommt gut wieder hier in Berlin an. Wir freuen uns auf eure Berichte.
    Liebe Grüße an die gesamte Gruppe und bis bald.
    Ulli.

  • #2

    Franzi (Donnerstag, 17 Januar 2019 21:43)

    Von mir auch einen guten Flug unbekannter weise